merken
PLUS Radeberg

Schnellstraße nach Leppersdorf im Herbst frei

Allerdings müssen die restlichen Arbeiten reibungslos verlaufen. Die alte Trasse ist teilweise schon verschwunden.

Der Asphalt ist verlegt, die Brücken stehen. Einige Wände wurden schon vor der Inbetriebnahme der Straße mit Graffiti beschmiert.
Der Asphalt ist verlegt, die Brücken stehen. Einige Wände wurden schon vor der Inbetriebnahme der Straße mit Graffiti beschmiert. © Marion Doering

Radeberg. Fast fertig. Das ist der Eindruck an der neuen Schnellstraße zwischen Radeberg und Leppersdorf. Das Asphaltband ist nahezu komplett verlegt. Auch die Auffahrten bei Radeberg sind fertig. Die Böschungen sind glatt gezogen, die Brücken stehen schon lange. Alles sieht so aus, als würde dieser Abschnitt der S177 nur noch darauf warten, dass die Absperrungen weggenommen werden. Die SZ sagt, worauf sich die Bauleute derzeit konzentrieren.

Woran arbeiten die Firmen derzeit?

Die meiste Arbeit haben die Bauunternehmen noch am Abzweig Leppersdorf. Kurz vor dem Ort macht die dreispurige Trasse einen weiten Bogen um die Häuser herum, um dann zur A4 zu führen. Vor Leppersdorf werden aufwendige Auf- und Abfahrten angelegt. Nach Angaben von Rosalie Stephan vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) wurden vor wenigen Tagen Schotter und Kies aufgebracht. Momentan arbeiten die Bauleute an den Entwässerungsanlagen, bevor dann auch hier der Asphalt verlegt wird. Parallel dazu werden die Brücken komplettiert. Kollisionsschutzwände und -zäune für Fledermäuse entstehen. Die Entdeckung mehrerer Fledermausarten hatte zu Umplanungen und zu Verzögerungen geführt.

HOLDER
Zuverlässigkeit und Erfahrung
Zuverlässigkeit und Erfahrung

Kettensäge kaputt oder Profi-Gerät für´s Wochenende gesucht? Bei HOLDER kein Problem: Onlineshop, Werkstatt und Leihservice sorgen für funktionierendes und passendes Gerät.

Der Abschnitt zwischen Radeberg und dem Abzweig Leppersdorf (S95) soll im Herbst freigegeben werden.
Der Abschnitt zwischen Radeberg und dem Abzweig Leppersdorf (S95) soll im Herbst freigegeben werden. © SZ Grafik

Was passiert mit der „alten“ Straße zwischen Radeberg und Leppersdorf?

Auch hier sind die Arbeiten nach Angaben des Landesamtes bereits fortgeschritten. So existieren Teile der alten Straße bereits nicht mehr. „Der Umbau dieser Straße zu einem Wirtschaftsweg ist in Arbeit“, teilt Rosalie Stephan mit. Von Radeberg verläuft er parallel zur neuen S177. Er hat eine Breite von vier Metern - drei weniger als bisher. Dieser Weg dient als Zufahrt für Wohnstandorte und Gewerbe. Außerdem können ihn langsame Fahrzeuge, wie Traktoren nutzen. Radler können den Wirtschaftsweg ebenfalls befahren. Fahrräder sind auf der neuen S 177 nicht erlaubt.

Wann ist die Schnellstraße nach Leppersdorf nutzbar?

Ziel ist es, den Abschnitt von Radeberg bis zur Kreuzung vor Leppersdorf im Herbst für den Verkehr freizugeben, teilt das Landesamt mit. Zuletzt war eine Öffnung im Oktober genannt worden. Allerdings gibt es offenbar noch einige Unsicherheiten. So müssten die noch anstehenden Vergabeverfahren für die Fahrbahnmarkierung, die Beschilderung und die Ausstattung mit Leitplanken reibungslos verlaufen. Bis zur Freigabe müssen Autofahrer die Umleitungsstrecke über Großröhrsdorf und den Kreisverkehr am Eierberg nehmen. In der Gegenrichtung von Pulsnitz nach Radeberg erfolgt die Umleitung durch Leppersdorf bis zum Abzweig nach Kleinröhrsdorf.

Zahlreiche Ortskundige nutzen inzwischen diese Straße in beiden Fahrtrichtungen. Besonders im Berufsverkehr wird es hier trotz der zusätzlichen Ausweichbuchten eng. An einigen Stellen sind die Fahrbahnränder stark ausgefahren. Die Umleitungsstrecken waren Anfang Mai eingerichtet worden. Der gesamte Abschnitt von Radeberg bis zur Autobahn soll im Jahr 2023 fertig sein.

Wie geht es Richtung Rossendorf und Eschdorf weiter?

Als Nächstes soll die Ortsumfahrung Wünschendorf/Eschdorf mit einer Länge von knapp sechs Kilometern entstehen. Aktuell laufen hier die Arbeiten. So ist eine neue Brücke bei Eschdorf fertiggestellt worden. Unter dem Bauwerk hindurch wird momentan die Trasse planiert, über die die Ortsverbindung zwischen Rossendorf und Eschdorf verlaufen wird. Über die Brücke fließt künftig der Verkehr auf der Schnellstraße. Sie wird in einem weiten Bogen um die Ortschaften herumgeführt. An der Kreuzung Rossendorf wird die S 177 die B 6 rund einen Kilometer westlicher kreuzen als jetzt, also in Richtung Weißig rücken. Dort wird ebenfalls eine Brücke errichtet, über die führt dann die B6. Von der Schnellstraße zweigen Zu- und Abfahrten ab.

Mehr zum Thema Radeberg