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Spannung vor der Bürgermeisterwahl in Arnsdorf

Mit einem hauchdünnen Vorsprung von nur 26 Stimmen hatte Ilko Keßler den ersten Wahlgang in Arnsdorf für sich entschieden. Kann er den Erfolg wiederholen?

Beim ersten Wahlgang der Bürgermeisterwahl in Arnsdorf lag die Beteiligung bei rund 65 Prozent. Am Sonntag findet der zweite Wahlgang statt.
Beim ersten Wahlgang der Bürgermeisterwahl in Arnsdorf lag die Beteiligung bei rund 65 Prozent. Am Sonntag findet der zweite Wahlgang statt. © René Meinig

Arnsdorf. Vor drei Wochen fiel das Ergebnis knapp aus. Im ersten Wahlgang der Bürgermeisterwahl kam Ilko Keßler (SPD), Kandidat des Bürgerforums 1990 auf 36,97 Prozent der Stimmen. Auf Platz zwei folgte mit 35,93 Prozent der CDU-Kandidat Frank Eisold. Die Differenz zwischen den beiden Bewerbern betrug gerade einmal 26 Stimmen. Detlef Oelsner (parteilos), der für die AfD ins Rennen ging, kam auf 27,09 Prozent, das waren 674 Stimmen.

Da keiner der Kandidaten mindestens 50 Prozent der Stimmen auf sich vereinigen konnte, geht es jetzt in die zweite Runde, sprich, den zweiten Wahlgang. Nach Angaben von Wahlleiterin Angela Bendix geben diesmal etwas mehr Arnsdorfer ihre Stimme per Briefwahl ab, als beim ersten Wahlgang. „Damals waren es rund 600, diesmal sind es 650“, sagt sie. Sie glaubt nicht, dass die jüngsten Zahlen bei der Corona-Pandemie dazu beigetragen haben. „Jeder, der im ersten Wahlgang per Brief gewählt hat, ist ja verpflichtet, das auch im zweiten Wahlgang zu tun. Vielleicht ist der ein oder andere dabei, der sich sagt, lieber per Post wählen, andere haben vielleicht terminliche Gründe.“ 

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Kurzfristige Briefwahl bei Quarantäne möglich

Sie weist daraufhin, dass Arnsdorfer, die kurzfristig wegen einer Corona-Infektion unter Quarantäne gestellt wurden, noch per Brief wählen können. „Dann genügt eine Mitteilung per Mail ans Einwohnermeldeamt und wir bringen die Unterlagen auf Wunsch vorbei. Verwandte können die Wahlunterlagen auch noch am Wahlsonntag abholen. Es muss sich aber um eine plötzlich aufgetretene Erkrankung oder um eine kurzfristig angeordnete Quarantäne handeln“, sagt die Wahlleiterin. In den Wahllokalen werden die Einwohner aufgefordert, die Abstandsregel einzuhalten und einen Mundschutz zu tragen. „Wir haben festgelegt, dass sich nur so viele Wähler im Wahllokal aufhalten dürfen, wie Kabinen vorhanden sind.“

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Das Bürgerforum 1990 konnte mit dem Erfolg im ersten Wahlgang an frühere gute Ergebnisse anknüpfen. So wurde das Forum bei der Gemeinderatswahl im Mai 2019 mit Abstand stärkste Kraft. Mehr als 40 Prozent der Wähler machten ihr Kreuzchen bei ihnen. Auf Platz zwei kam damals die CDU mit knapp 30 Prozent, dicht gefolgt von der AfD. Auch bei der Bürgermeisterwahl 2015 siegte das Bürgerforum 1990. Mehr als 75 Prozent der Stimmen konnte es auf sich vereinigen. Bei der Landtagswahl im September 2019 lag die AfD bei den Zweitstimmen mit 34,8 Prozent vorn.

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