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Viele Briefwähler in Ottendorf

Laut Wahlleiterin Johanna Mende nutzen mehr als ein Viertel der Stimmberechtigten die Möglichkeit. Das vorläufige Ergebnis könnte dadurch etwas später vorliegen.

Gut 8.000 Ottendorfer wählen heute einen neuen Bürgermeister. Die Gemeindeverwaltung bittet alle Wähler, auf die Hygienevorschriften zu achten.
Gut 8.000 Ottendorfer wählen heute einen neuen Bürgermeister. Die Gemeindeverwaltung bittet alle Wähler, auf die Hygienevorschriften zu achten. © Symbolfoto: Sebastian Schultz

Ottendorf-Okrilla. Das Rennen wird spannend. Rund 8.000 Ottendorfer sind heute aufgerufen, einen neuen Bürgermeister zu wählen. Michael Langwald, der viele Jahre für die Gemeinde tätig war, tritt bei der Wahl nicht mehr an. Ursprünglich sollte seine Dienstzeit am 30. April enden. Durch die Verschiebung musste er die Geschicke der Gemeinde länger leiten als vorgesehen. 

Auch wenn die Wahllokale erst am Sonntag 18 Uhr schließen, eine Zahl kann Wahlleiterin Johanna Mende schon jetzt verkünden. „Wir haben diesmal rund 2.400 Briefwähler. Das sind deutlich mehr als bei der zurückliegenden Abstimmung. Damals waren es rund 1.400.“ Grund ist aus ihrer Sicht die Corona-Pandemie. „Wir haben ja die Ottendorfer aufgerufen, auf diese Art ihre Stimme abzugeben. So sinkt die Gefahr einer Ansteckung, auch bei unseren Wahlhelfern.“ Wegen der vielen Briefwähler rechnet sie damit, dass das Wahlergebnis am Sonntag etwas später als sonst vorliegt. „Es ist etwas aufwendiger, diese Stimmen auszuzählen“, sagt sie. Alle, die ihre Stimme in einem der Wahllokale abgeben, sind aufgerufen, einen Mundschutz zu tragen, einen eigenen Kugelschreiber zu nutzen und die Hygienehinweise an den Eingängen zu beachten. 

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Dritte Wahl binnen weniger Monate

Einwohner von Ottendorf-Okrilla sind inzwischen routiniert, was Wahlen angehen. Wurden sie doch in den vergangenen Monaten schon mehrfach an die Urnen gerufen. Erst, wie alle anderen Wahlberechtigten zur Kommunalwahl im vergangenen Herbst. Im März dieses Jahres haben sich schon einmal über einen neuen Bürgermeister abgestimmt. Die Wahl war zunächst gültig. Bei der Wahl am 8. März hatten die Ottendorfer mehrheitlich für Rico Pfeiffer (parteilos) gestimmt. Er holte mehr als 40 Prozent der Stimmen. Auf Platz zwei kam Rene Edelmann (parteilos) mit 34 Prozent. Auf Platz drei folgte Carsten Rybicki (AfD) mit 9,5 Prozent. Wegen der Corona-Pandemie mussten damals der zweite Wahlgang und schließlich die gesamte Wahl abgesagt werden. Jetzt haben sich die Kandidaten neu sortiert und vor allem in den sozialen Netzwerken, in Gesprächen mit Ottendorfern für sich geworben. 

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In Ottendorf-Okrilla soll die Abstimmung Anfang Oktober stattfinden. Ein erster Wahlgang war bereits am 8. März erfolgt. Er wird annulliert.

Rico Pfeiffer bekam inzwischen überraschend Unterstützung: Der CDU Ortsverband Ottendorf-Okrilla sprach sich für den parteilosen Kandidaten aus. Trotz einer langen Suche und zahlreichen Gesprächen hatte der CDU-Ortsverband keinen eigenen Bewerber gefunden.In den Wahlprogrammen der Drei tauchten ähnliche Themen auf. So soll die Kinderbetreuung in der Gemeinde verbessert werden, Baubrachen sollen verschwinden und sichere Geh- und Radwege geschaffen werden. Alle drei sind sich einig, dass der Schwerlastverkehr aus dem Ort heraus soll. Rico Pfeiffer und Rene Edelmann haben sich noch auf keine Variante für die geplante Ortsumfahrung festgelegt. Carsten Rybicki tritt für die Ostvariante ein. Das Wahlergebnis ist mit ersten Reaktionen der Kandidaten auf saechsische.de nachzulesen.

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