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Wahlleiterin rechnet mit zügiger Amtsübergabe

Schon in wenigen Wochen könnte Wahlsieger Frank Eisold (CDU) die Geschäfte übernehmen. Eine Unsicherheit gibt es noch.

Mit zahlreichen Plakaten hatten die Kandidaten für sich geworben. Jetzt ist die Wahl entschieden. Arnsdorf hat mit Frank Eisold (CDU) einen neuen Bürgermeister.
Mit zahlreichen Plakaten hatten die Kandidaten für sich geworben. Jetzt ist die Wahl entschieden. Arnsdorf hat mit Frank Eisold (CDU) einen neuen Bürgermeister. © Marion Doering

Arnsdorf.  Mehr als anderthalb Jahre war der Stuhl des Bürgermeisters in Arnsdorf verwaist. Jetzt könnte es ganz schnell gehen mit der Amtseinführung des frisch gewählten Bürgermeisters Frank Eisold (CDU). 

„Wir haben am morgigen Dienstag die Sitzung des Gemeindewahlausschusses. Sollte es keine Überraschungen geben, wird dabei das vorläufige Ergebnis bestätigt. Dann veröffentlichen wir das in unserem Amtsblatt. Das wird voraussichtlich in der nächsten Woche sein“, sagt Gemeindewahlleiterin Angela Bendix. 

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Eher sei das nicht möglich. „Dann muss das Landratsamt das Ergebnis noch überprüfen. Von dort ist uns aber signalisiert worden, dass das zügig geschieht. 

Absprachen mit Arbeitgeber laufen noch

Der Vorteil ist, dass zurzeit nur in einigen Kommunen im Landkreis Wahlen stattgefunden haben und nicht im gesamten Kreis. Damit ist der Aufwand natürlich wesentlich geringer.“ 

So könnte Ende Oktober schon das bestätigte Ergebnis vorliegen. „Vorausgesetzt natürlich, es treten keine Komplikationen auf“, sagt die Wahlleiterin. Anschließend wäre der Weg frei, für die Vereidigung und die Amtseinführung des neuen Bürgermeisters. 

„Er könnte dann zum 1. November sein Amt antreten“, sagt die Wahlleiterin. Eine Hürde muss dann aber noch genommen werden. Entlässt der Arbeitgeber von Frank Eisold seinen Angestellten so schnell aus dem Arbeitsverhältnis? Er ist als Projektmanager in einer Firma in Neustadt tätig. 

„Ich hatte meinem Chef natürlich mitgeteilt, dass ich für das Bürgermeisteramt in Arnsdorf kandidiere. Er wusste also Bescheid, dass ich eventuell eine neue Aufgabe übernehme. Jetzt ist es so gekommen“, sagt der 47-Jährige. In den nächsten Tagen werde genau abgestimmt, wie die Übergabe an seinen Nachfolger im Betrieb erfolgt. „Ich stecke noch in einigen Projekten drin. Ein genaues Datum meines Ausscheidens haben wir noch nicht besprochen. Das werden wir in den nächsten Tagen festlegen.“

Frank Eisold, der bisher über keinerlei kommunalpolitische Erfahrung verfügt, hatte angekündigt, alle Bereiche der Gemeindeverwaltung genau kennenlernen zu wollen. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit sei es, den Haushalt der Gemeinde in Ordnung zu bringen.

Das werde aber Zeit kosten. Gemessen wird Frank Eisold sicher an den anderen Wahlversprechen. Einmal muss er sich dafür einsetzen, dass die Oberschule auch wirklich in zügig Arnsdorf angesiedelt wird. 

Die Einrichtung soll ja bereits im kommenden Jahr formal am Standort Großröhrsdorf gegründet werden. Es sollen bereits Lehrer eingestellt, Kinder eingeschult werden. Wenn dann das Schulgebäude in Arnsdorf fertiggestellt ist, zieht die Schule um. 

Geplant ist, das alte Plattenbaugebäude, in dem bis 2005 die Mittelschule untergebracht war, abzureißen und an derselben Stelle einen Neubau zu errichten. Mit der neuen Oberschule, Grundschule und Sporthalle sowie dem angrenzenden Sportverein wird Arnsdorf somit künftig ein vitales Schulzentrum haben. 

Rund zwölf Millionen Euro soll das Vorhaben kosten. „Zu dem Vorhaben hat sich ja schon der Kreistag bekannt, auch der Fördermittelbescheid liegt vor. Hier geht es jetzt vor allem um die konkreten Planungen gemeinsam mit dem Landratsamt. Da bin ich aber sehr zuversichtlich, dass uns das gut gelingt.“

Straßen sollen saniert werden

Ein weiteres Projekt, das von Frank Eisold mit vorangetrieben werden muss, ist der Bau des Radweges zwischen Arnsdorf und Wallroda. Seit den 90er-Jahren wird über das Projekt diskutiert. Endlich sind die Planungen weitestgehend abgeschlossen. 

Große Hürde ist jetzt die Finanzierung. Ob die 3,5 Millionen Euro auch fließen, entscheidet sich im Frühjahr 2021 mit Verabschiedung des Landeshaushalts. Auf seinen Programm steht weiterhin die Sanierung mehrerer Straße im Gemeindegebiet, unter anderem die Verbindung nach Fischbach. „Sobald ich im Amt bin, werden wir eine Prioritätenliste zusammenstellen und dann versuchen sie zügig abzuarbeiten.“

Frank Eisold hatte immer betont, dass er mit den Partnern im Landkreis und Landesregierung für die Vorhaben kämpfen wird. Kreis und Land werden bekanntlich von der CDU geführt. 

Im Gemeinderat ist Frank Eisold auf die Zusammenarbeit mit anderen Fraktionen angewiesen. Die CDU ist hier die zweitstärkste Kraft mit fünf Sitzen hinter dem Bürgerforum mit sechs Sitzen. Auch die AfD-Fraktion verfügt über fünf Sitze. Allerdings hatte der künftige Bürgermeister schon angekündigt, eine enge Zusammenarbeit mit den Gemeinderäten aller Fraktionen anzustreben.

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