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Wo es im Rödertal am häufigsten kracht

Ein Schwerpunkt ist die Innenstadt von Radeberg. Doch es gibt auch eine erfreuliche Nachricht.

An der Kreuzung Dr.-Wilhelm-Külz-Straße/Pulsnitzer Straße in Radeberg rauscht unablässig der Verkehr vorbei. Hier ereigneten sich 2019 zwei Unfälle mit Leichtverletzten.
An der Kreuzung Dr.-Wilhelm-Külz-Straße/Pulsnitzer Straße in Radeberg rauscht unablässig der Verkehr vorbei. Hier ereigneten sich 2019 zwei Unfälle mit Leichtverletzten. © René Meinig

Radeberg. Am Donnerstagabend passierte es wieder: In der Nähe des Ottendorfer Ortsteils Grünberg kam eine junge Frau mit ihrem Opel Astra von der Straße ab und prallte gegen einen Baum. Die 20-Jährige wurde schwer verletzt mit einem Rettungshubschrauber in die Klinik gebracht. Der Unfall ereignete sich in einer leichten Rechtskurve. Weitere Autos waren offenbar nicht beteiligt. Der Unfalldienst hat die Untersuchungen aufgenommen.

Meldungen wie diese gibt es beinahe jede Woche. Jetzt haben Statistiker des Bundes und der Länder in einen Atlas zusammengestellt in dem aufgeführt ist, wo 2019 Verkehrsunfälle mit Personenschaden am häufigsten vorkommen. Im Rödertal ereigneten sich gleich an mehreren Punkten drei oder mehr Unfälle.

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Viele Unfälle in Radeberg

Nach den Angaben der Statistiker haben sich auf der Dresdner Straße in Radeberg im vergangenen Jahr sechs Unfälle ereignet. Alle Vorfälle geschahen zwischen der der Bahnhofstraße und dem Kaiserhof. Glücklicherweise bleib es immer bei Leichtverletzten. Auffällig ist, dass an zwei Unfällen Radfahrer beteiligt waren und an zwei weiteren Motorrad- oder Mopedfahrer. So verursachte im Mai 2019 ein Transporter-Fahrer einen Zusammenstoß. Er war wollte in Höhe der Brauerei abbiegen, verpasste jedoch die Ausfahrt, stoppte und setzte zurück. Dabei übersah er einen hinter ihm wartenden Kradfahrer. Der 39-jährige Motorrad-Fahrer stürzte und zog sich leichte Verletzungen zu. Zu der Häufung in dem Bereich dürfte der vergleichsweise glatte Asphalt auf der Kurve vor dem Kaiserhof beigetragen haben. Er wurde inzwischen ausgetauscht.

Auffällig sind Häufungen an Kreuzungen im Umland

Außer in der Innenstadt von Radeberg ereignen sich viele Zusammenstöße auf Kreuzungen außerhalb von Ortschaften. So hat es gleich viermal in der Heide am Abzweig nach Langebrück und an der nachfolgenden Kurve gekracht. So überschlug sich beispielsweise Anfang November an der Stelle im morgendlichen Berufsverkehr ein Auto. Glücklicherweise blieb es bei leichten Verletzungen. Auch im Bereich der Heidemühle gab es auf der Radeberger Landstraße vier Unfälle. Bei einem Zusammenstoß verletzte sich ein Beteiligter schwer. Im Januar 2019 war der Fahrer eines VW T5 kurz vor der Mühle frontal in einen entgegenkommenden VW Touran geraten. Beide Fahrer wurden verletzt ins Krankenhaus gebracht, ein Hubschrauber hatte zuvor den Notarzt an die Unfallstelle geflogen. Auch am Abzweig nach Kleinröhrsdorf zwischen Radeberg und Leppersdorf gilt es besonders aufmerksam zu sein. Hier haben sich 2019 drei Unfälle ereignet. Das Gleiche gilt für den Kreisverkehr auf der B6 bei Fischbach. Beispielsweise fuhr ein 79-jähriger VW-Fahrer im Juni 2019 ungebremst auf die Grünfläche des Kreisels, danach wollte er die Unfallstelle verlassen. Eine Zeugin verhinderte das, indem sie den Fahrzeugschlüssel an sich nahm. Ein Alkoholtest ergab 1,3 Promille bei dem Mann. Der Pkw musste abgeschleppt werden.

Keine tödlichen Unfälle rund um Radeberg

Die erfreuliche Nachricht: Im Rödertal registrierten die Statistiker 2019 keinen einzigen tödlichen Unfall. Im Jahr davor hatte es zwischen Ottendorf Radeberg und Arnsdorf noch zwei derartige Unglücke gegeben. 2018 ereignete sich einer auf dem Bischofsweg zwischen Ullersdorf und Großerkmannsdorf. Im Sommer kam ein Ford-Fahrer von der Straße ab und verstarb. Zum zweiten tödlichen Unglück kam es nach dem Unfallatlas auf der Dresdner Straße in Radeberg an der Kreuzung Steinstraße. Die erfreuliche Entwicklung 2019 hält in diesem Jahr allerdings nicht an. Im Juli 2020 verunglückte ein 24 Jahre alter Autofahrer auf der dreispurigen S177 bei Radeberg. Er kam bei starkem Regen mit seinem Wagen ins Schleudern und prallte mit einem Kleintransporter zusammen. Der junge Mann starb noch an der Unfallstelle.

Im Juni passieren die meisten Unfälle

Die Statistiker des Bundes und der Länder listen auch auf, wann es bundesweit am häufigsten zu Unfällen kommt. So passieren Unglücke, bei denen Alkohol im Spiel ist, vor allem an Wochenenden. Spitzenreiter war 2019 allerdings ein Wochentag, der 30. Mai. Es war der Vatertag. Der Juni ist der Monat mit den bundesweit meisten Unfällen. Am häufigsten kracht es am Freitag in der Zeit zwischen 14 und 18 Uhr. 

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