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Radeberger am Pranger

Es ist kein Geheimnis mehr, dass die zum Oetker-Konzern gehörende Radeberger Gruppe und der dänische Bierbrauer Carlsberg im Fokus der Kartellwächter stehen.

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Bei Preisabsprachen kennt das Bundeskartellamt kein Pardon. Mitte Januar hatte der Präsident des Bundeskartellamts, Andreas Mundt, bereits in einer ersten Runde Geldbußen in Höhe von 106 Millionen Euro wegen illegaler Preisabsprachen gegen die Crème de la Crème der Privatbrauereien verhängt – gegen Bitburger, Krombacher, Veltins, Warsteiner und Barre ging es damals.

Mundt ist jedenfalls davon überzeugt, dass die Strafe ihre Wirkung zeigen wird: „Es ist sehr unwahrscheinlich, dass sich Brauereien nach diesem Verfahren noch einmal in Absprachen wagen werden“, sagte er. Und er wird das vermutlich mit einer weiteren hohen, ja sehr hohen Geldbuße gegen Brauereien untermauern.

Im Zentrum stehen zwei Brauerei-Konzerne, vier rheinische Brauereien und ein Verband. Namen nennt das Kartellamt zwar nicht, aber es ist kein Geheimnis mehr, dass die zum Oetker-Konzern gehörende Radeberger Gruppe (Radeberger, Jever, Berliner Pilsener, Ur-Krostitzer) und der dänische Bierbrauer Carlsberg (Holsten) im Fokus der Kartellwächter stehen.

Mit einem Umsatz von 1,8 Milliarden Euro, 5.500 Beschäftigten und einem Marktanteil von 15 Prozent ist die Radeberger Gruppe Branchenprimus auf dem deutschen Biermarkt.

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Der Wettbewerb in der Bierbranche ist knallhart. Seit Jahren geht der Bierabsatz zurück, und die Margen sind niedrig. Die Wettbewerbshüter werfen den Brauern vor, für Fassbier zwischen 2006 und 2008 Preisaufschläge von jeweils fünf bis sieben Euro je Hektoliter verabredet zu haben. Darüber hinaus hätten sie 2008 eine Preiserhöhung für einen 20-Flaschen-Kasten von einem Euro abgesprochen. (dpa)