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Radebeul investiert über 15 Millionen Euro

Der Großteil fließt in Bauvorhaben. Aber auch für andere Dinge gibt die Stadt 2018 Geld aus.

© Norbert Millauer

Von Nina Schirmer

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Radebeul. In wenigen Wochen beschließen die Stadträte den Radebeuler Haushalt. Darin ist festgelegt, für welche Vorhaben wie viel Geld ausgegeben wird. Insgesamt will Radebeul 2018 knapp 15,7 Millionen Euro investieren. Rund zwei Drittel davon fließen in Bauvorhaben, insbesondere in Straßen und Schulhäuser. Die SZ hat einen Blick in den Haushaltsentwurf geworfen:

Die Schwerpunkte: Sanierungsgebiete, Schulen und Digitalisierung

Einen großen Klemmordner füllt der Haushaltsentwurf. Bevor es darin um konkrete Zahlen geht, werden die Schwerpunkte aufgelistet. Dazu gehört das Schulentwicklungskonzept, also der weitere Bau und Ausbau von Schulhäusern. Die beiden Sanierungsgebiete in Ost und West sollen fortgeführt werden. Der Ausbau der Meißner Straße ist als Schwerpunkt genannt, ebenso wie die Abwasserentsorgung. Außerdem Investitionen in die Digitalisierung, beispielsweise neue Software für die Verwaltung.

Schulen: In Luisenstift und Schillerhort fließen jeweils über 1,5 Millionen Euro

Es sind die beiden größten Vorhaben im Schulbereich in diesem Jahr: Für den Neubau des Schillerhorts an der Ecke von Pestalozzi- und Schildenstraße sind im Haushalt rund 1,6 Millionen Euro eingeplant. Im nächsten Jahr dann noch einmal so viel. Ins Gymnasium Luisenstift fließen 2018 rund 1,9 Millionen Euro. In den Folgejahren weitere über zwei Millionen Euro. Dort entsteht ein neuer Anbau und das alte Gebäude wird saniert. Für die neue Oberschule in Kötzschenbroda und den Hort der Grundschule Oberlößnitz sind 2018 zunächst nur Planungskosten vorgesehen. Die großen Summen folgen in den nächsten Jahren. Auch mit Bedacht: Ausgaben für die Sanierung der Turnhalle neben der Grundschule Naundorf.

Straßen: Kottenleite wird noch einmal teuer, auch andere Sanierungen geplant

Endspurt an der Kottenleite. Bis Ende des Jahres soll die Verbindungsstraße ins Oberland fertig werden. Dafür fließen in diesem Jahr noch 2,5 Millionen Euro in den Bau. Außerdem sind im Haushaltsentwurf Gelder eingeplant für die Obere Burgstraße, Auer- und Hausbergweg, Mittlere Bergstraße, Pestalozzistraße und Kiefernstraße. Für den Ausbau von Gehwegen und Radwegen sind insgesamt 200 000 Euro vorgesehen.

Radebeul-West: Dieses Jahr erst nur Planungen aber noch kein Bau

Im Haushaltsentwurf ist nicht nur erkennbar, wo 2018 gebaut wird, sondern auch, wo die Bagger noch nicht anrücken. Für die Bahnhofsstraße in Kötzschenbroda zum Beispiel sind 23 000 Euro eingeplant. Diese vergleichsweise kleine Summe deckt nur Planungskosten ab. Der große Batzen von einer halben Million Euro ist erst für 2019 vorgesehen. Auch in den Bahnhofsvorplatz wird erst im Folgejahr eine größere Summe investiert. Neue Parkplätze auf der Güterhofstraße kommen wahrscheinlich noch später. Die Stadt möchte dort Grundstücke von der Bahn kaufen. Aber erst für 2020 ist Geld eingeplant.

Soziales, Sport und Kultur: Mehr Geld für die Landesbühnen

Neben den Investitionen machen auch die Zuwendungen einen großen Teil im Haushalt aus. Kultur- und Heimatpflege heißt der Posten, der mit fast 700 000 Euro bedacht ist. Davon sollen unter anderem die Traditionsbahner, die Musikschule und das Karl-May-Museum profitieren. Der größte Teil geht mit 440 000 Euro an die Landesbühnen. Damit hat die Stadt ihre Zuwendung für das Theater um zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr aufgestockt. 17 000 Euro werden an verschiedene Radebeuler Sportvereine verteilt. 344 800 Euro fließen in Projekte der Jugendarbeit und 9,8 Millionen Euro an freie Kitaträger und Tagesmütter. Die Wohlfahrtspflege, also zum Beispiel das Familienzentrum, Selbsthilfegruppen und Seniorenarbeit, bezuschusst die Stadt insgesamt mit 84 000 Euro. Weiteres Geld fließt unter anderem in den ÖPNV und die Gewerbeförderung. Radebeul muss in diesem Jahr auch 14,5 Millionen Euro Kreisumlage zahlen.