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Am Freitag dürfte der Hochwasserscheitel erreicht sein

In Meißen ist der Radweg unter Wasser. Bis leicht über drei Meter am Pegel Dresden könnte es noch steigen.

Von Peter Redlich
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Rechtselbisch in Meißen - der Elberadweg ist hier nicht mehr durchgehend befahrbar.
Rechtselbisch in Meißen - der Elberadweg ist hier nicht mehr durchgehend befahrbar. © Claudia Hübschmann

Radebeul/Meißen/Riesa. Parken an der Elbe in Meißen geht inzwischen kaum noch. Auch der Radweg auf der rechten Elbseite ist inzwischen überschwemmt. Der Pegel des Flusses steigt weiter an. In der Domstadt wurden am Mittwochnachmittag 3,15 Meter erreicht. Der Pegelstand ist dort höher als in Dresden an der Messstelle. Dort beträgt er zum gleichen Zeitpunkt knapp drei Meter.

Auch in Riesa schwillt der Fluss noch weiter an - wenn auch nicht mehr so schnell wie in den zurückliegenden Tagen seit dem Jahreswechsel. 3,26 Meter zeigte der Pegelstand dort am Mittwoch an. Bei vier Meter in Dresden gibt es die erste Warnstufe. Die Durchflussmengen sind entscheidend für Hochwasserprobleme. Aktuell sind es knapp 500 Kubikmeter je Sekunde, die elbabwärts fließen. Mehr als das Achtfache war es zu den Höchstständen 2013.

Gespeist wird das Ansteigen der Elbe nach wie vor hauptsächlich von den Niederschlägen in Böhmen und im Riesengebirge. Nach der Schneeschmelze, die um den Jahreswechsel dort einsetzte, kam noch Regen hinterher. Doch dieser ist weitgehend abgeflaut. Allerdings brauchen die zusätzlichen Wassermengen zwei bis drei Tage bis sie das Elbland abwärts von Dresden erreichen.

Die Vorausberechnungen zeigen an, dass es am Pegel Dresden und Radebeul noch über drei Meter gehen könnte. Der Scheitel sollte am Freitagvormittag erreicht sein. Es fällt kein Regen mehr. In den Bergen gibt es Schnee, der wohl vorerst nicht abtauen wird.