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Bauen auf der Wiese

Die Bürgerinitiative Weinböhla meldet Einspruch gegen das geplante Wohngebiet am Thomas-Müntzer-Weg an.

Peter Arndt, Gemeinderat der Bürgerinitiative Weinböhla (BiW), steht auf der Wiese am Thomas-Müntzer-Weg, wo 17 Eigenheime gebaut werden sollen. Die BiW will erreichen, dass ihre Zahl verringert wird, um ein Stück des geschützten Silbergrasrasens, de
Peter Arndt, Gemeinderat der Bürgerinitiative Weinböhla (BiW), steht auf der Wiese am Thomas-Müntzer-Weg, wo 17 Eigenheime gebaut werden sollen. Die BiW will erreichen, dass ihre Zahl verringert wird, um ein Stück des geschützten Silbergrasrasens, de © Norbert Millauer

Zwischen der Köhlerstraße 4 c und 4 d führt eine kaum 50 Meter lange Straße entlang. Wo sie endet, beginnt eine große Wiese, die sich bis zum Thomas-Müntzer-Weg erstreckt. Hier sollen einmal 17 Häuser gebaut werden. Und deshalb ist Peter Arndt, Gemeinderat der Bürgerinitiative Weinböhla (BiW), hier. Er will die ablehnende Haltung der Initiative zum Bebauungsplan erläutern. Die BiW hat dazu fristgemäß ihre Stellungnahme eingereicht, so wie das jeder Weinböhlaer, wie es Naturschutz- und viele andere Verbände auch tun können. Die beiden Kernpunkte, die der BiW wichtig sind: Erstens will sie verhindern, dass das Biotop auf der zur Bebauung vorgesehenen Wiese - ein geschützter Silbergrasrasen - auf eine Ausweichfläche nach Brockwitz verlagert wird. Und zweitens möchte sie, um das zu erreichen, dass weniger als 17 Häuser auf der Wiese gebaut werden und ein Stück des Biotops vor Ort erhalten bleibt. „Wir sind also nicht generell dagegen, dass hier gebaut wird“, so Peter Arndt, bei einem Vorort-Termin. „Wir wollen aber, dass maßvoll gebaut und unsere Infrastruktur vor Überlastung geschützt wird.“ Die Bürgerinitiative habe sich zwar nicht damit durchsetzen können, dass auf dem Areal ein 60 Quadratmeter großer Spielplatz gebaut wird, aber dass es einen Fußweg und Parktaschen gibt.

„Wir haben das Gebiet im Gemeinderat zwei Jahre beleuchtet und am Ende ist der Bebauungsplan mehrheitlich beschlossen worden, so wie er jetzt ausliegt“, erklärt Bürgermeister Siegfried Zenker (CDU). Jedermann könne Bedenken und Anregungen zu dem ausgelegten Planentwurf vorbringen, natürlich auch die Bürgerinitiative. Was die Wertigkeit des Biotops betreffe, könne er nichts sagen, das werde die zuständige Untere Naturschutzbehörde des Landkreises feststellen. Klar sei allerdings, dass es für ein Biotop, das überbaut werden soll, mindestens einen gleichwertigen Ersatz geben müsse.

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Der Bürgermeister sagt, dass das Areal am Thomas-Müntzer-Weg schon einmal Teil eines Bebauungsplanes gewesen sei und dass der Eigenbetrieb der Gemeinde für Abwasser und Wasser bereits 160.000 Euro für die Verlegung von Leitungen in den Thomas-Müntzer-Weg in die Hand genommen habe.

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