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CDU fordert wieder Polizeirevier Coswig-Radebeul

Kritik an der Standortpolitik des Landes wird erneut laut. Die Kreistagsfraktion hat dafür einen aktuellen Anlass.

Ist nur noch ein kleiner Standort, das einstige Polizeirevier Radebeul an der Birkenstraße.
Ist nur noch ein kleiner Standort, das einstige Polizeirevier Radebeul an der Birkenstraße. © Arvid Müller

Radebeul/Coswig/Meißen. Die Standorte-Konzeption der schwarz-gelben Staatsregierung von 2011, mittlerweile in Teilen umgesetzt, steht derzeit wieder in der Diskussion: Die schwarz-grün-rote Koalition will eine Bilanz ziehen, ist sich aber über eine Bewertung noch nicht einig. Diese soll jetzt im Herbst erfolgen. Von diesen Veränderungen war auch der Kreis Meißen betroffen. Vor allem ärgerten sich die Bürger und ihre Vertreter im Kreistag über die Auflösung des Polizeireviers Radebeul-Coswig.

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Betroffen war der Kreis auch durch die Verlagerung der Lehrerfortbildung von Meißen nach Kamenz und den Wechsel des damaligen Sächsischen Bildungsinstituts vom Standort Radebeul nach Freital. Daran sei wiederholt Kritik geäußert worden, so die Fraktionsvorsitzenden der CDU im Kreistag, Ulrich Reusch und Bert Wendsche (parteilos). „Wir fordern nach wie vor die Wiedereinrichtung des Polizeireviers in Radebeul oder Coswig und die Aufgabe der beiden anderen Ziele, die den Bildungsstandort Meißen nachhaltig schwächen würden. Wir erkennen indes an, dass der Staatsbetrieb Sächsische Informatik-Dienste mittlerweile in Teilen von Dresden nach Radebeul verlegt wurde.“

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Begrüßt werde die Überprüfung der damaligen Entscheidungen. Der Grundsatz sei richtig, vermehrt Behördenstandorte in die Fläche des Landes zu bringen. Dieser Grundsatz sei aber allzu häufig einem technokratischen, schematischen Ansatz geopfert worden – mit zum Teil nicht nachvollziehbaren Zielstellungen und Ergebnissen. Zudem liefen Standortkonzentrationen z. B. bei Finanzämtern und Polizeirevieren dem Ziel einer dezentralen, bürgernahen Verwaltungsgliederung von vornherein zuwider, so Wendsche und Reusch.

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