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Händler öffnen noch einmal länger

Die Einladung der Radeburger Ladeninhaber am vergangenen Sonnabend zum Adventsbummel war ein Erfolg. Auch darum wird die Aktion Samstag wiederholt.

Der Radeburger Markt und die angrenzenden Straßen sind weihnachtlich geschmückt. Die dortigen Geschäfte haben am 12. Dezember noch einmal länger geöffnet.
Der Radeburger Markt und die angrenzenden Straßen sind weihnachtlich geschmückt. Die dortigen Geschäfte haben am 12. Dezember noch einmal länger geöffnet. © Kerstin Puhane

Radeburg. Es ist der letzte Tag vor dem harten Lockdown. Tausende Menschen werden daher am Sonnabend noch einmal in die Einkaufszentren der großen Städte strömen, um all das einzukaufen, was ab Montag für die nächste Zeit nicht mehr möglich sein wird. Jedenfalls nicht in den Geschäften. Gedränge und lange Schlangen vor den Läden, wie bereits in den vergangenen Tagen, sind damit absehbar.

In Radeburg haben die Gewerbetreibenden entschieden, ihre Geschäfte in der Innenstadt wie bereits am vergangenen Sonnabend noch einmal länger zu öffnen - von 9 bis 18 Uhr. Wer will, hat so noch ein paar Stunden mehr Zeit - und damit vielleicht auch etwas mehr Ruhe -, die letzten Weihnachtseinkäufe zu erledigen und dabei gleichzeitig die örtlichen Händler zu unterstützen.

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Den Testlauf vor einer Woche - am zweiten Adventswochenende hätte eigentlich wie immer der Zille-Weihnachtsmarkt stattgefunden - hatten manche im Vorfeld noch mit gemischten Gefühlen betrachtet. Auch Radeburgs Bürgermeisterin Michaela Ritter. Denn sich auf dem Markt und in den angrenzenden Straßen dicht bei dicht drängende Menschengruppen waren bei den verschärften Corona-Schutzbeschränkungen natürlich nicht das, was man durch die Händleraktion ausgelöst sehen wollte. Andererseits sollen diese gerade in diesem schwierigen Jahr - so gut es geht - unterstützt werden. Auf den ursprünglich geplanten Glühweinverkauf - so die Einigung zwischen Gewerbetreibenden und Stadt - wurde daher verzichtet (die SZ berichtete). Selbst beim Fensterverkauf. Was in anderen Orten durchaus großzügiger gehandhabt wurde, mit den entsprechenden negativen Nebeneffekten.

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Diese blieben in Radeburg aus. „Es waren viele Leute in der Stadt und auch den Läden unterwegs, aber immer mit viel Rücksichtnahme“, lobt die Bürgermeisterin die Zille-Städter. Auch von den Händlern gab es positive Reaktionen. Es herrschte ein ständiges Kommen und Gehen, je nach Platz in den Läden bildeten sich davor auch kleine Schlangen. Kerstin Puhane vom gleichnamigen Blumenfachgeschäft am Markt schreibt bei Facebook: „Es war so, wie man es sich nur wünschen kann. Alle waren freundlich, entspannt und rücksichtsvoll, nette Unterhaltungen und nicht zuletzt auch ein guter Verkauf. Mit Glühwein und ein wenig Schnee wäre es der perfekte Tag gewesen.“

Michaela Ritter und die Radeburger Händler hoffen, dass die Besucher auch am heutigen Sonnabend wieder so diszipliniert sind.

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