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Coswig hat ein Gute-Laune-Video

200 Tänzer und Tänzerinnen vom Arriba-Verein haben mit der Stadt etwas ganz Besonderes auf die Beine gestellt. 3:34 Minuten unbeschwertes Stadtmarketing.

Das Abschlussbild der Tänzer im Video. 200 Kinder, Jugendliche und junge Frauen haben sich beteiligt.
Das Abschlussbild der Tänzer im Video. 200 Kinder, Jugendliche und junge Frauen haben sich beteiligt. © Lukas Döhring

Coswig. Liebe Coswiger, wem gerade die Hitze zu groß, der Regen zu viel, das Essen missraten oder der Freund weggelaufen ist - es gibt eine Möglichkeit, wieder richtig gute Laune zu bekommen. Und zwar mit einem Video. Gestaltet haben das 200 Coswiger Tänzerinnen und Tänzer der Tanzgemeinschaft Arriba vom Coswiger Kinderzentrum.

Zu sehen sind in 3:34 Minuten zu flotter Afro-Tanzmusik Szenen an allen möglichen markanten und auch ungewöhnlichen Orten der Stadt. Getanzt wird freilich auf den öffentlichen Plätzen der Stadt, am Wettinplatz, vor der Kirche, im Kötitzer Badeteich, zwischen Weinreben, an der Villa Teresa, in der Börse, am Spitzgrundteich und sogar auf dem Rathausdach. Torsten Schröder vom Stadtmarketing und Sport im Rathaus hat nicht nur mit der Arriba-Tanzlehrerin Sindy Höft die Ideen ausgesponnen, sondern auch den Dachtanz und die Abschlussszene im Gewerbegebiet auf einem Werkhallendach organisiert.

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Sindy Höft berichtet von der weltweiten Jerusalem Challenge, die so heißt, weil weltweit Videos zu dem Tanzsog „Jerusalema“ aufgenommen worden sind. Mit der Absicht, sich in den eingeschränkten Coronazeiten selbst zu filmen, sich zu bewegen und sich selbst und anderen Freude zu bereiten. Die Tanzlehrerin: „Geübt haben wir schon seit März mit Tablet, Computer und Handy. Jeder eben zuhause. Doch den Videodreh wollten wir machen, wenn wir uns wieder freier bewegen können.“

Im Juni, als das wieder draußen ohne Probleme möglich war, sind die Aufnahmen gemacht worden. Teils sogar mit wunderschönen Drohnenaufnahmen. Gefilmt und geschnitten hat das gut Dreieinhalb-Minuten-Video unter dem Titel „Arriba meets Coswig“ der Student Lukas Döhring. Er ist auf Vermittlung von Stadtmarketingmann Torsten Schröder zu der Tanzgemeinschaft gekommen, so Sindy Höft.

Eine der Tanzszenen spielt im Kötitzer Badesee - die Wassertemperatur passte im Juni bereits mit etwa 20 Grad.
Eine der Tanzszenen spielt im Kötitzer Badesee - die Wassertemperatur passte im Juni bereits mit etwa 20 Grad. © Lukas Döhring

Fast vier Tage wurde gedreht, vor allem am Wochenende frühmorgens, als die Plätze auch frei waren. 13 Tanzgruppen haben sich begeistert beteiligt. Die Jüngsten im Video sind drei Jahre, Jugendliche und junge Frauen bis 20 Jahre waren dabei.

Seitens der Stadt heißt es in einer Mitteilung vom Stadtmarketing an die Bürger Coswigs: Bereits im letzten Jahr war für die vielen Tänzerinnen im Arriba klar, die Jerusalema Dance Challenge soll auch ein großes gemeinsames Projekt im Verein in Coswig werden. Bedingt durch die Pandemie konnte das Training allerdings nicht wie gewohnt stattfinden. Viele Schritte wurden in digitalen Trainingseinheiten geübt, aber so richtig gemeinsam konnte nicht geprobt werden.

Damit die Challenge etwas Besonderes wird, wurde gemeinsam mit der Stadt Coswig nach coolen Tanzspots gesucht. Der Ehrgeiz war allen Tänzerinnen anzusehen und ein kleines Bisschen Nervosität war ebenfalls zu spüren. Schließlich war es der erste Auftritt nach vielen Monaten, auch wenn keine Gäste vor Ort waren.

Sarah Höft, die Schwester von Sindy Höft, beim Training mit den Jüngsten vor dem Videodreh.
Sarah Höft, die Schwester von Sindy Höft, beim Training mit den Jüngsten vor dem Videodreh. © Sindy Höft

Das Ergebnis nach dem Schnitt des gesamten Materials ist ein gelungenes Gesamtprojekt von Verein und Stadt. „Freuen Sie sich auf die Jerusalema Dance Challenge in Coswig. Schreiben Sie uns in die Kommentare oder abonnieren Sie unseren Kanal“, so Torsten Schröder.

Mittlerweile haben fast 10.000 Leute das Video auf dem Youtube-Kanal angeklickt. Auch die ersten Kommentare stehen darunter. Darin heißt es zum Beispiel: „Super zeigt es allen wie schön Ihr seid, was Ihr könnt und vor allem wie schön unsere Heimat ist - unser Coswig in Sachsen, an der sächsischen Weinstraße!“ Oder: „Super klasse und schöne Bilder von den schönsten Plätzen in unserer Stadt.“

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Die Arriba-Tänzer dürfen inzwischen wieder normal trainieren. Einmal je Woche sind die meisten dabei. Wer für den Wettkampf trainiert, übt öfter. Sindy Höft: „Wir freuen uns schon auf die Deutschen Meisterschaften im Showdance, die vom 1. bis 3. Oktober in Riesa stattfinden.“

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