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Die Elbe bekommt noch mehr Wasser aus Tschechien

Der Scheitel des Anstieges ist noch nicht erreicht. Zum getauten Schnee kommt noch Regen hinzu.

Von Peter Redlich
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Der Anstieg des Elbepegels ist in Radebeul am besten am Dampferanleger in Kötzschenbroda zu sehen.
Der Anstieg des Elbepegels ist in Radebeul am besten am Dampferanleger in Kötzschenbroda zu sehen. © Norbert Millauer

Radebeul/Meißen/Riesa. Wird das ein Hochwasser der ersten Warnstufe? Diese tritt beim Pegel Dresden bei vier Metern ein. In den letzten Tagen seit Silvester ist die Elbe um reichlich einen Meter angestiegen. Die Ursache dafür liegt im Zufluss aus Böhmen und Tschechien. Dort ist der bis zur Jahreswende noch liegende Schnee in den Bergen abgetaut und über die Nebenflüsse und Bäche Richtung Moldau und Elbe geflossen.

Am Dienstagnachmittag hatte sich der Anstieg etwas verlangsamt - in Dresden ging es Richtung 2,50 Meter (von reichlich einem Meter zum Jahreswechsel). Interessant für Hochwasser sind vor allem die Durchflussmengen. Aktuell sind das etwa 400 Kubikmeter Wasser je Sekunde. Beim letzten Höchststand 2013 war es die zehnfache Wassermenge.

Für die nächsten Tage ist ein weiterer Anstieg vorherzusehen, heißt es aus den Meldezentralen bei der Landestalsperrenverwaltung. Die Prognose sagt eine Zunahme beim Pegel Dresden auf bis über drei Meter bis zum Wochenende voraus. Dies passiert vor allem, weil im Zuflussgebiet nach dem abgetauten Schnee jetzt noch reichlich Regen auf den bereits weitestgehend durchfeuchteten Boden fällt.

In Meißen hat sich der Anstieg am Dienstag auch verzögert, ohne allerdings den Scheitel erreicht zu haben. Knapp drei Meter Pegelstand wurden am Dienstagnachmittag gemessen. In Riesa sind es zur gleichen Zeit bereits drei Meter. Die Durchflussmenge gleicht der von Dresden mit knapp 400 Kubikmeter je Sekunde.

In Usti und Melnik in Tschechien sind die Regenmengen am Dienstagnachmittag schon weitestgehend abgeflossen. Hier stabilisiert sich der Fluss Elbe auf Pegelstände zwischen 2,60 und drei Meter. Mit fallenden Temperaturen in den nächsten Tagen dürfte sich diese Tendenz fortsetzen. Was in Tschechien passiert kommt etwa zwei bis drei Tage später in Dresden und weiter flussab an.