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Drogendealer mit Versteck in Coswig geschnappt

Auch in Neusörnewitz hat die Gemeinsame Ermittlungsgruppe Rauschgift in dieser Woche zugeschlagen. Am Freitag wurde ein Mann in U-Haft geschickt.

Nach SZ-Informationen wurde bei einer Drogenrazzia in Dresden-Mickten auch dieser Mann in der Mitte festgenommen.
Nach SZ-Informationen wurde bei einer Drogenrazzia in Dresden-Mickten auch dieser Mann in der Mitte festgenommen. © Kevin Müller

Coswig. Wieder ein Schlag gegen Drogenkriminelle. Nach dem riesigen Kokain-Fund in Hamburg greifen auch die Kripo-Leute vom Landeskriminalamt Sachsen (LKA) und des Zollfahndungsamtes Dresden zu. Gemeinsam agieren die Ermittler unter der Abkürzung GER - Gemeinsame Ermittlungsgruppe Rauschgift.

Wie die Staatsanwaltschaft Dresden mit Pressesprecher Jürgen Schmidt am Freitagnachmittag mitteilt, hat es am Donnerstag mehrere erfolgreiche Durchsuchungsaktionen des Landeskriminalamtes gegeben.

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„Die Staatsanwaltschaft Dresden und die GER des Landeskriminalamtes Sachsen ermitteln gegen einen 28-jährigen Deutschen unter anderem wegen des Verdachts des bewaffneten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge“, heißt es in der Presseerklärung.

Dem Beschuldigten werde vorgeworfen, seit einem bislang noch nicht genau feststellbaren Zeitpunkt mit Betäubungsmitteln, überwiegend Marihuana, gehandelt zu haben. Dabei soll der Dresdner das Marihuana wahrscheinlich in den Niederlanden regelmäßig von einer bisher nicht bekannten Person erworben haben, um es anschließend in Dresden und Umgebung - darunter offenbar auch im Landkreis Meißen - gewinnbringend zu veräußern. Auf diese Weise soll der Beschuldigte Gewinne von rund 2.000 Euro pro Monat erzielt haben.

Pistole mit scharfer Munition

Einen solchen Container, wie sie üblicherweise zu Seetransporten und bei der Bahn verwendet werden, hatte der Beschuldigte gemietet.
Einen solchen Container, wie sie üblicherweise zu Seetransporten und bei der Bahn verwendet werden, hatte der Beschuldigte gemietet. © dpa

Bei den Durchsuchungen in Dresden und dem Coswiger Ortsteil Neusörnewitz am Donnerstag wurden in der Küche seiner Wohnung in der Leipziger Straße in Dresden rund 340 Gramm Marihuana, fünf Gramm Kokaingemisch und 16 LSD-Trips gefunden. Die Betäubungsmittel sollten weiterverkauft werden. Ebenso fanden die Polizisten in seiner Küche zugriffsbereit eine Schreckschusspistole aufbewahrt, womit er die Drogen sichern wollte.

Offenbar als Rückzugsort hatte der Beschuldigte einen Seecontainer in einem Coswiger Gewerbegebiet gemietet. Bei der dortigen Durchsuchung, ebenfalls am Donnerstag, fanden die Beamten eine mit Patronenmunition geladene scharfe Pistole im Container.

Tom Bernhardt, Leiter der Stabsstelle Kommunikation des Landeskriminalamtes: „Ob in dem Seecontainer auch Rauschgift versteckt worden ist, gehört derzeit zur Ermittlungsarbeit.“ Die Fachleute der Spurensicherung seien ebenfalls vor Ort gewesen und werden höchstwahrscheinlich weitere Untersuchungen an der abgesperrten Stelle vornehmen.

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Wie die Staatsanwaltschaft weiter mitteilt, wurde der 28-jährige Beschuldigte vorläufig festgenommen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Dresden hat der Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Dresden am Freitag Haftbefehl gegen den Mann erlassen und die Untersuchungshaft angeordnet.

Die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft Dresden und Landeskriminalamt Sachsen dauern an und werden noch einige Zeit in Anspruch nehmen, so Staatsanwaltschaftssprecher Jürgen Schmidt.

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