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Radebeul

Erinnerung an den Retter Radebeuls

Zum Tag der Befreiung und des Kriegsendes kamen Bürger an den Gedenkstein für Ilja Bela Schulmann in Friedewald.

Gedenkveranstaltung zum 76. Jahrestag der kampflosen Übergabe der Stadt Radebeul an die Rote Armee am Gedenkstein an der Großenhainer Straße 71 in Friedewald.
Gedenkveranstaltung zum 76. Jahrestag der kampflosen Übergabe der Stadt Radebeul an die Rote Armee am Gedenkstein an der Großenhainer Straße 71 in Friedewald. © Norbert Millauer

Radebeul/Friedewald. Roland Hering vom Verband der Verfolgten des Naziregimes und Bund der Antifaschisten im Landesverband Sachsen hielt vor etwa 15 Teilnehmern am Gedenkstein an der Großenhainer Strasse 71 in Friedewald die Ansprache zum 76. Jahrestag der kampflosen Übergabe der Stadt Radebeul an die Rote Armee.

Nach der Rede legten die Teilnehmer der Veranstaltung, einschließlich Radebeuls OB Bert Wendsche (parteilos), Blumen am Gedenkstein nieder.

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Der Gedenkstein in Friedewald ist ein besonderer. Hier wird an Ilja Bela Schulmann erinnert. Vor 75 Jahren, am 7. Mai 1945, wurde hier über das Schicksal der Stadt entschieden. Schulmann, Militärdolmetscher der Roten Armee, fand in dem Haus ein funktionierendes Telefon und trat in Verhandlungen mit dem damaligen Oberbürgermeister von Radebeul, Heinrich Severit.

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Die Lößnitz war der äußere Verteidigungsring von Dresden und durchzogen von einem Panzergraben, Panzersperren und einem Luftschutzgraben. Auch die SS hatte hier eines ihrer wesentlichen Quartiere. Schulmann forderte den Bürgermeister auf, die Stadt kampflos zu übergeben, ansonsten drohe schwerer Beschuss. Nach mehren Telefonaten erreichte Schulmann, was er sich erhofft hatte.

Damit wurde die Zerstörung der Stadt und der wahrscheinliche Tod vieler Menschen verhindert. Deshalb ehrt Radebeul immer wieder Ilja Bela Schulmann.

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