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Evangelische Grundschule Radebeul geschlossen

Im Kollegium der Schule gibt es zwei positiv auf Covid-19 Getestete. Am Mittwoch sollen alle Mitarbeiter getestet werden.

Keiner in den Klassenzimmern. Die Evangelische Grundschule an der Wilhelm-Eichler-Straße ist seit Montag geschlossen.
Keiner in den Klassenzimmern. Die Evangelische Grundschule an der Wilhelm-Eichler-Straße ist seit Montag geschlossen. © Arvid Müller

Radebeul. Die Fenster sind dunkel. Lediglich im Sekretariat ist noch Licht. Die Evangelische Grundschule in der Wilhelm-Eichler-Straße in Kötzschenbroda ist geschlossen.

Was die Gründe sind und wann eventuell wieder unterrichtet werden kann, darüber informiert Falk Wenzel, Geschäftsführer des Evangelischen Schulzentrums (ESZ) Radebeul, zu dem auch noch eine Oberschule und ein Hort gehören.

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Laut Wenzel haben sich am Donnerstag und am Freitag voriger Woche jeweils eine Person aus dem Kollegium gemeldet und informiert, dass sie positiv auf Covid-19 getestet worden sind. Beide hätten sich testen lassen, nachdem bei ihnen Symptome aufgetreten sind.

Daraufhin haben sich Schulleitung und Geschäftsführung ans Gesundheitsamt gewandt und um Auskunft gebeten. Falk Wenzel: „Offenbar wegen Überlastung bekamen wir nur eine Hotline-Ansage, dass die weiteren Entscheidungen bei uns liegen würden.“ Anschließend haben Geschäftsleitung und Schulleitung beschlossen, die Grundschule zu schließen, um Infektionsketten zu unterbrechen.

Am Freitag seien die Eltern gebeten worden, ihre Kinder zeitig abzuholen. Dabei wurden sie über die Entscheidung informiert. Betroffen davon sind 100 Grundschüler.

An der Oberschule wird weiter unterrichtet

Auch der Hort der Evangelischen Grundschule im gleichen Gebäude in der Wilhelm-Eichler-Straße ist geschlossen worden. Allerdings, die Oberschule, welche auch zum Evangelischen Schulzentrum gehört, kann weiter unterrichten. Das Schulgebäude befindet sich um die Ecke in der Ludwig-Jahn-Straße (früher Arbeitsagentur). 78 Schüler werden dort unterrichtet. Der ESZ-Geschäftsführer sagt: „Hier macht sich bezahlt, dass wir räumlich getrennt sind und in den letzten Monaten erst recht auf Trennung geachtet haben.“

Die Grundschüler, welche jetzt zu Hause sein müssen, würden den Unterrichtstoff über ein eigenes System von einem Server abrufen können und Aufgaben zum Lösen bekommen. Es sei von Vorteil, dass die Kinder nach dem pädagogischen Vorbild der Schule gewohnt sind, sehr selbstständig zu arbeiten und Lösungen zu Aufgaben zu suchen. Nach einem Info-Board für Eltern und Schüler geschehe das.

Die Evangelische Oberschule in der Ludwig-Jahn-Straße 4 kann weiter ihren Schulbetrieb durchführen.
Die Evangelische Oberschule in der Ludwig-Jahn-Straße 4 kann weiter ihren Schulbetrieb durchführen. © Arvid Müller

Wenzel sagt, dass jetzt die Hoffnung bestehe, dass alle Mitarbeiter schnell getestet werden können. Das sei am Mittwoch dieser Woche vorgesehen. Danach hoffe man, dass es wieder weitergehen kann mit dem Unterricht. Die Geschäftsleitung rechne damit, nach etwa 13 bis 15 Stunden die Ergebnisse zu bekommen. Am Donnerstag solle dann eine Entscheidung getroffen werden, ob die Schule wieder geöffnet werden kann oder nicht. So sehe es im Moment aus.

Der Evangelische Kindergarten in Altkötzschenbroda ist von der Schließung ebenfalls nicht betroffen. Die deutliche räumliche Trennung mache das nicht nötig, so Wenzel.

Es solle in dieser Woche noch eine Vorstandssitzung des Trägervereins des Schulzentrums geben - virtuell wahrscheinlich -, wobei beraten werde, wie generell damit umzugehen sei. Etwa für Verdienstausfälle unter den Kollegen.

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www.esz-radebeul.de

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