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Meißen: Feuerwehren kehren aus Flutgebiet zurück

Zwei Tage harter Einsatz in Sinzig und Ahrweiler liegen hinter den 50 Kameraden. Am Wochenende müssen Fahrzeuge und Pumpen gewartet werden.

Sind wieder auf der Heimfahrt aus den Flutgebieten. Die Kameraden aus dem Kreis Meißen sind gegen 8 Uhr am Nürburgring aufgebrochen.
Sind wieder auf der Heimfahrt aus den Flutgebieten. Die Kameraden aus dem Kreis Meißen sind gegen 8 Uhr am Nürburgring aufgebrochen. © Feuerwehr Radebeul

Meißen/Rheinland-Pfalz. Die 50 Feuerwehrleute aus Radebeul, Coswig, Meißen, Riesa und Großenhain sind wieder auf der Heimfahrt. Gegen 8 Uhr am Freitagmorgen sind sie nach zwei Tagen harter Einsätze vom Nürburgring aus aufgebrochen.

Es habe keine weitere Bitte ans Landratsamt gegeben, neue Mannschaften aus dem Kreis Meißen ins Krisengebiet nach Rheinland-Pfalz zu schicken, heißt es von den Feuerwehrleuten. Mittlerweile sind Helfer in dreistelliger Zahl aus dem gesamten Bundesgebiet in den Ortschaften an der Ahr im Einsatz.

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Coswigs Wehrleiter Andreas Schorbogen: „Wir sind unserer Partnerfeuerwehr aus Ravensburg begegnet und haben uns bei aller Traurigkeit über den zufälligen Treff gefreut und Grüße aus der Heimat ausgerichtet.“

Zu Hause im Kreis Meißen standen bei den Wehren bereits die Ablösemannschaften parat, um ins Einsatzgebiet zu fahren. Der übliche Einsatz war für zwei Tage vorgesehen, dann sollte ausgetauscht werden. Das ist aber offenbar nun nicht nötig. Schorbogen schon auf der Autobahn: „Uns begegnen ständig Feuerwehr-Konvois auf den Straßen, die gerade Richtung Nürburgring fahren.“

Die Kameraden sind tief beeindruckt von den Erlebnissen. Sie schildern vor allem das Erlebte aus Ahrweiler vom Donnerstag. Ohne Strom, ohne Wasser würden die Menschen, die zumeist alles verloren haben, weiterkämpfen. Ortsteile am Rande der Stadt gibt es nicht mehr, so stark habe das Wasser gewütet. Schorbogen: „Das kannst du erst begreifen, wenn du das gesehen hast.“

Richard Muschter vom Amt für Katastrophenschutz im Landratsamt hat den Hilfseinsatz der Feuerwehrleute geleitet. Sein Rückblick auf die Tage in Sinzig und Ahrweiler: „Es war eine extreme und auch anstrengende Situation, nicht nur körperlich. Unter den Kameraden gab es einen hervorragenden Zusammenhalt.“ Muschter betont, dass er nochmals allen Arbeitgebern der Kameraden für die Freistellung und den Familien der Feuerwehrleute dankt.

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Die Kameraden aus dem Kreis Meißen sind wieder im gesamten Konvoi losgefahren. Sie rechnen am verkehrsstarken Freitag damit, dass sie etwa gegen 20 Uhr zu Hause sein werden. Dann steht die Nachbereitung am Wochenende an. Geräte und Fahrzeuge seien völlig mit Schlamm verdreckt. Da kommen noch einige Stunden Arbeit auf sie zu.

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