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Karnevalisten wünschen sich Vereinshaus

Die Coswiger Narren nutzten die Gelegenheit, sich im Stadtrat vorzustellen und ihre Wünsche zu äußern.

11.11.: Eben hat der Coswiger Oberbürgermeister Thomas Schubert (l.) den Rathausschlüssel und als Zugabe ein Körbchen mit schöngeistigen Getränken an Uwe Müller, den Präsidenten des Coswiger Karneval Clubs, überreicht.
11.11.: Eben hat der Coswiger Oberbürgermeister Thomas Schubert (l.) den Rathausschlüssel und als Zugabe ein Körbchen mit schöngeistigen Getränken an Uwe Müller, den Präsidenten des Coswiger Karneval Clubs, überreicht. © CKC

Coswig. Der Stadtrat in der vergangenen Woche in der Börse begann närrisch: Erster Redner laut Tagesordnung war Uwe Müller, der Vereinsvorsitzende und Präsident des Coswiger Karneval Clubs. "Ich war schon etwas aufgeregt, als ich gesehen habe, wie viele Stadträte da waren. Ich hatte mit zehn gerechnet, aber es waren ja doppelt so viele. Egal - dass sich Vereine im Stadtrat vorstellen können, finde ich eine sehr gute Sache."

Uwe Müller nutzte die Gelegenheit, um den Coswiger Karneval Club vorzustellen: Der Verein zählt 78 Mitglieder, das jüngste ist sechs, das älteste 71 Jahre alt. Es gibt drei Funkengarden unterschiedlichen Alters, die einmal in der Woche trainieren - die Sommerferien ausgenommen.

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Und dann gibt es noch das Männerballett. Unter der Leitung von Britta Böckelmann stehend, sei es eine Augenweide, vermeldet der Club auf seiner Homepage. Es präsentiere neue und alte Tänze und beeindrucke das Publikum mit "atemberaubenden Kostümen, waghalsigen Hebefiguren, wilden Sprüngen und Schrittkombinationen". Und einmal im Jahr nehme es am legendären Turnier in Arnsdorf teil, wo sich das Ballett jedes Mal mindestens den zweiten Platz ertanzt. Allerdings tritt es aus bekannten Gründen in dieser Faschingssaison nicht auf. So wie der Umzug am 11.11. ausgefallen ist. Und das rührt an die Substanz des Vereins: "Wie soll ich ein junges Mädchen motivieren, für die Funkengarde zu trainieren, wenn es weiß, dass wir keine Veranstaltungen machen?"

Vor den Stadträten nutzte Uwe Müller die Gelegenheit, die Wünsche seines Vereins vorzutragen. An erster Stelle steht der Wunsch nach weiterer Unterstützung durch die Stadt. Gleich danach kommt der Wunsch nach einem eigenen Raum, nicht nur für das Training des karnevalistischen Tanzsports: "So schön, wie die Börse ist, sie ist meist zu groß für unsere Veranstaltungen - 200 Leute verlieren sich ja schon darin." Es fehle eine Art Vereinshaus in Coswig für 100 bis 150 Gäste, so der Präsident. Der Saal der Spitzgrundmühle mit seinen 80 Plätzen sei wiederum nicht groß genug, außerdem durch Familienfeiern oft gut gebucht. Die Turnhallen, in denen die Karnevalisten trainieren, seien chronisch überbelegt, erklärte Uwe Müller vor den Stadträten. Als dritten Wunsch nannte er, dass häufiger einige von ihnen bei den Veranstaltungen des Vereins erscheinen mögen. 

Uwe Müller machte darauf aufmerksam, dass es sich beim Karneval nicht nur um Feiern handele, sondern auch um die Pflege alten Brauchtums. "Wir sind ja eine Bereicherung für die Stadt und präsentieren sie ja auch nach außen." Darüber hinaus stärke die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, so wie in anderen Vereinen auch, deren Selbstbewusstsein und ihre soziale Kompetenz, weil sich andere auf sie verlassen können müssten. Und dann äußert er noch einen Wunsch, den ihm der Stadtrat nicht erfüllen kann: "Es besteht die Gefahr, dass Gaststätten aufgeben müssen und Säle nicht mehr bewirtschaftet werden." Er hofft, dass sie diese Zeit durchstehen werden, damit auch künftig Fasching gefeiert werden kann. 

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