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Winterzauber am Schloss Moritzburg

Am Wochenende besuchten einige Schaulustige das eingeschneite Schloss und das Areal am Fasanenschlösschen. Die Freude auf dem Eis blieb jedoch aus.

Winterspaziergang auf Abstand — die Besucher am Leuchtturm Moritzburg hielten Abstand und genossen das Wetter und die Umgebung.
Winterspaziergang auf Abstand — die Besucher am Leuchtturm Moritzburg hielten Abstand und genossen das Wetter und die Umgebung. © Norbert Millauer

Von Julian Wolf

Moritzburg. Bei leichtem Schneefall, bedecktem Himmel und einer Temperatur von minus drei Grad Celsius zog es einige Besucher nach Moritzburg. Dabei wurden Schneemänner gebaut, viele Einheimische gingen spazieren und Schneeballschlachten wurden ausgefochten. Ein kleines Angebot an warmen Speisen und Getränken gab es auch.

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Am Schloss Moritzburg waren hauptsächlich Spaziergänger unterwegs. Die meisten trafen am Sonnabend und Sonntag mit dem Auto auf der Schlossallee ein. Viele Meißner, Radebeuler, Coswiger, Dresdner und Weinböhlaer besuchten die Terrassen des Schlosses sowie den angrenzenden Schlosspark. Eine Familie aus Radebeul berichtete: „Ein Winterspaziergang hilft uns beim Abschalten. Wir haben gerade Mittag gegessen und wollten bei diesem schönen Wetter noch mal raus.“

Pfefferkuchen, Tee und Bratwurst

Doch auch für Leute, die noch Appetit hatten, gab es ein kleines Angebot. Auf dem Schloss-Parkplatz standen zwei Buden bereit. Hier wurden Pulsnitzer Pfefferkuchen, Kaffee, Tee und Bratwürste verkauft. An den Ständen wurde auf die Einhaltung der "AHA-Regel" geachtet. Die Menschen hielten zum Großteil Abstand zu den anderen Besuchern und trugen auf engen Wanderwegen sowie bei etwas größerem Publikumsaufkommen eine Mund-Nasen-Bedeckung. Da der Schlossteich aber aufgrund zu milder Temperaturen in den Nächten zuvor nicht komplett zufrieren konnte und kein Schlittschuhfahren möglich war, zog es viele Besucher in Richtung Fasanenschlösschen, zum Leuchtturm und an den Großteich.

Etwas mehr Aktion im kleinen und reglementierten Rahmen gab es zwischen dem Wildpark Obora, dem Venusbrunnen unterhalb des Fasanenschlösschens und der Großen Fasanenstraße. Die Parkplätze waren gut gefüllt und auch mit dem Rad trafen hier einige Leute aus dem Landkreis Meißen ein.

Ein Coronavirus aus Schnee

Es wurde viel gerodelt, kleine Kinder spielten im Schnee und bauten Skulpturen – vom klassischen Schneemann bis hin zu kleinen Iglus. Selbst ein Modell des Corona-Virus entstand hier, wurde aber dann doch zu einem Schneemann umgebaut. Auch einige Langlaufski wurden ausgepackt. „Auch wenn die Skipisten geschlossen bleiben und wir nicht in den Winterurlaub fahren können, wollen wir uns weiter fit halten“, erklärte ein Ehepaar aus Cossebaude. „Skilanglauf können wir auch in Moritzburg betreiben. Hier ist die Umgebung und Szenerie genauso schön, wenn nicht noch schöner.“ Die Familien, Sportler und Spaziergänger waren auch hier auf den nötigen Abstand bedacht. Bei rund 50 bis 75 eintreffenden Menschen pro Stunde kam es hier weder zu großen Versammlungen, noch zu Gruppenbildungen.

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Für etwas gastronomischen Betrieb sorgte hier das Café am Fasanenschlösschen. Zwei Stände wurden aufgebaut. Zwischen Bratwurst, Waffeln am Stiel und alkoholfreiem Punsch konnten die Gäste wählen. Dankend wurde das Angebot angenommen und auf die Abstandsregeln sowie das Tragen eines Mundschutzes geachtet. So paarten die Besucher ihren Winterspaß mit Solidarität.

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