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Überraschung in Weinböhla: FDP nach mehr als 20 Jahren zurück im Gemeinderat

Zwar bleibt die CDU stärkste politische Kraft in Weinböhla, allerdings verlor sie zwei Sitze: zum einen an die Liberalen, zum anderen an die AfD.

Von Martin Skurt
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Nach der Wahl geht es um die Verteilung der Mandate: Wer sitzt im Gemeinderat von Weinböhla? Seit Mittwochnachmittag ist die Liste dazu öffentlich.
Nach der Wahl geht es um die Verteilung der Mandate: Wer sitzt im Gemeinderat von Weinböhla? Seit Mittwochnachmittag ist die Liste dazu öffentlich. © Claudia Hübschmann

Weinböhla. Bei der Gemeinderatswahl in Weinböhla am vergangenen Sonntag konnte sich die CDU erneut behaupten. Allerdings verloren sie zwei Sitze im Vergleich zu 2019, geht aus der öffentlichen Bekanntmachung der Gemeinde Weinböhla hervor, die am Mittwochnachmittag veröffentlicht wurde. Zum einen erhielt die AfD einen zusätzlichen Sitz, sodass sie nun mit fünf Gemeinderäten vertreten ist. Zum anderen profitierte die FDP, die seit mehr als 20 Jahren mal wieder im Gemeinderat vertreten ist. Die Wahlbeteiligung lag bei 73,7 Prozent und ist im Vergleich zu 2019 (70,1 Prozent) gestiegen.

Die CDU konnte dabei trotz Stimmenverlust ihre führende Position im Gemeinderat behaupten und erhielt insgesamt sieben Sitze. Unter den gewählten Vertretern erreichte Andreas Weidmann die meisten Stimmen mit 1.487 – nicht nur für die CDU, sondern insgesamt –, gefolgt von Brigitte Lipeck und Anett Wießner. Weitere gewählte Mitglieder sind Lutz Herklotz, Daniel Kriesch, Katrin Aurin und Erik Aurin. Damit scheiden Matthias Franke, Eckhard Häßler, Fritz Liebschner und Michael Schatka aus.

"Weinböhla will von der CDU und AfD regiert werden"

Andreas Weidmann ist zufrieden. "Im Vergleich zum Landkreis haben wir als CDU hervorragend abgeschlossen", sagt er. Denn dort konnte die AfD bei der Kreistagswahl einen knappen und bei der Europawahl einen größeren Vorsprung vor der CDU erlangen. Er ist gespannt auf die Zusammenarbeit im neuen Gemeinderat. "Aber es hat bisher immer geklappt", sagt er. "Man darf nicht vergessen, es ist Kommunalpolitik. Es wirklich wichtig, dass sich alle zusammenraufen, auch wenn man politisch anderer Meinung ist."

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