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Gewitter spaltet 1,50 Meter starke Weide

Die Radebeuler Feuerwehr muss einmal in der Nacht und einmal am Mittwochvormittag zu Unwettereinsätzen ausrücken.

Diese gewaltige Weide ist an der Stadtgrenze von Radebeul zu Coswig auf ein Bürohaus gestürzt.
Diese gewaltige Weide ist an der Stadtgrenze von Radebeul zu Coswig auf ein Bürohaus gestürzt. © Peter Redlich

Radebeul/Coswig. Genau an der Stadtgrenze von Radebeul zu Coswig hat es einen der ältesten und stärksten Bäume der Stadt in der vergangenen Nacht beim Gewitter erwischt. Eine im Stammdurchmesser 1,50 Meter starke Weide wurde vom Sturm gespalten. Der zweigeteilte Stamm ist zum einen auf einen Zaun einer Koppel neben dem Hotel West gestürzt, zum anderen gegen das Gebäude, in welchem die Firma Kriesten objekt design GmbH ihren Sitz hat.

Jürgen Kriesten: „Heute Morgen gegen 8.30 Uhr gab es plötzlich ein großes Knacken und Ächzen und das Astgewirr stürzte um.“ Wenige Minuten zuvor hatte an der Stelle noch ein Firmenfahrzeug gestanden. Die Bank unter der Weide diente als Pausenplatz. Glücklicherweise sei niemand dort gewesen.

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Angerückt sind am Vormittag die Feuerwehrleute aus der Stadtteilwache Kötzschenbroda. Mit der Drehleiter aus der Wache von Radebeul-Ost, gesteuert von Ralph Kludig, und der Ausrüstung vom Logistikeinsatzwagen sind die Kameraden dem gestürzten Baum Stück für Stück zu Leibe gerückt. Robert Hennig, Florian Kleeberg und Sebastian Wels, Stadtteilwehrleiter von Kötzschenbroda, bedienten drei Motorsägen. Dieser massive Sägeneinsatz war im wilden Astgewirr auch nötig. Denn die Weide hat nahezu die Hälfte des Grundstücks bedeckt.

Feuerwehrmann Robert Hennig mit der Motorsäge im Einsatz.
Feuerwehrmann Robert Hennig mit der Motorsäge im Einsatz. © Peter Redlich

Geleitet hat den Einsatz Feuerwehrfrau Ute Wendt, welche die Aktionen der Männer an der Säge koordinierte.

Erst nachdem ein großer Teil der Äste abgetrennt war, war zu sehen, welche Schäden der Baumsturz angerichtet hat. Am Bürohaus war ein Fenster aufgedrückt. Der Zaun gegenüber lag am Boden.

Das Areal samt Haus ist Eigentum der Stadtwerke Elbtal GmbH mit der Firma Kriesten als Mieter. Stadtwerke-Technikgeschäftsführer Olaf Terno: „Wir müssen erst noch begutachten, was wirklich kaputt ist.“ Zuvor soll noch der Hof vom vielen Schadholz beräumt werden.

Bis in den frühen Mittwochnachmittag hatten die Kameraden der Feuerwehr mit der gewaltigen Weide zu kämpfen.

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Einen weiteren Einsatz im Zusammenhang mit dem Nachtgewitter gab es für die Feuerwehrleute von Radebeul-Ost bereits kurz nach Mitternacht am frühen Mittwoch. Neben dem Kaufland-Einkaufsmarkt in der Weintraubenstraße musste wegen der Wassermassen ein Gullydeckel geöffnet werden. Stadtwehrleiter Roland Fährmann: „Wir haben die Schleuse vom Dreck gereinigt, sodass das Wasser kontrolliert abfließen konnte.“ Bis etwa zwei Uhr dauerte der Einsatz.

In Coswig, so Wehrleiter Andreas Schorbogen, gab es keine Gewittereinsätze. Am Vormittag sind die Kameraden zum Pflegeheim an der Friedewaldstraße ausgerückt. Ein Fehlalarm.

Ralph Kludig steuert die Drehleiter von der Wache Radebeul-Ost.
Ralph Kludig steuert die Drehleiter von der Wache Radebeul-Ost. © Peter Redlich

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