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Große Spende für die Kleinen

In der Weinböhlaer Kita Wiesenblume gibt es ein neues Spielgerät. Ein Großenhainer Unternehmer hat sich an den Kosten für das Piratenschiff beteiligt.

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Große Party im Kindergarten: Zur feierlichen Einweihung des neuen Piratenschiffs kamen auch Vorstände der Volkssolidarität und Vertreter der Gemeinde Weinböhla.
Große Party im Kindergarten: Zur feierlichen Einweihung des neuen Piratenschiffs kamen auch Vorstände der Volkssolidarität und Vertreter der Gemeinde Weinböhla. © Arvid Müller

Von Julian Wolf

Eigentlich sollte das neue Spielgerät in der Kindertagesstätte Wiesenblume schon vor einigen Wochen eingeweiht werden. Doch aufgrund von logistischen und gesundheitsbedingten Problemen wurde die Veranstaltung bereits mehrmals verschoben. Am Montagmorgen war es jedoch endlich so weit und an der Dresdner Straße in Weinböhla konnte gefeiert werden. Pünktlich um 9.30 Uhr trafen die geladenen Gäste ein. Spender des neuen Spielgerätes, Tobias Prometall, vertreten durch seinen Geschäftsführer Johannes Männel, der Bürgermeister der Gemeinde, Siegfried Zenker sowie die Vorstände der Volkssolidarität waren sichtlich gut gelaunt und in Feierstimmung.

Der Leiter des Kindergartens, Oliver Queitzsch, bereitete mit seinem Team eine Eröffnungsveranstaltung vor, die sich so keiner vorgestellt hatte: Viele Kinder waren trotz der grauen, frischen neun Grad in Piratenuniform verkleidet, geschminkt und voller Spannung und Vorfreude auf die Eröffnung ihres wohl neuen Lieblingsspielgerätes. Zunächst sang die Kinder-Gruppe auf dem Außengelände ein deutsches Seemannslied mit Unterstützung der Erzieherinnen und Erzieher. Das kam bei den Gästen gut an. Nach der förmlichen Vorstellung aller Beteiligten versammelten sich die Ehrengäste vor dem neuen Spielgerät - ein etwa sechs Meter mal zwei Meter großes Piratenschiff aus Holz auf einem Betonsockel, voll ausgestattet mit Brücke und Holzdeck, bunt geschmückt mit Girlanden, Fähnchen und Luftballons. Der Fahnenmast des Schiffes wurde zur Eröffnung mit einer Flagge der Volkssolidarität und einer mit dem Weinböhlaer Wappen bedruckt bestückt. Dann wurde das rote Band mit Rettungsring durchtrennt und die Kinder stürmten auf das Schiff. Während sie überglücklich toben, spielen und in Jubel ausbrachen, betrachteten die Erwachsenen voller Stolz das geschaffene Werk.

Kita-Leiter Oliver Queitzsch wollte das Außengelände der Kindertagesstätte weiterhin verschönern und setzte sich für ein neues Spielgerät auf der Spielwiese ein. Bereits im Frühjahr dieses Jahres begannen die Baumaßnahmen. Drei Handwerker der Volkssolidarität bestellten das Holz sowie die Betonsteine und schlossen die Baumaßnahmen dann im Herbst ab. Ende Oktober gab der TÜV das neue Spielgerät frei. Mit Kreidestiften können die Kinder die Betonsteine nun bemalen und selbst gestalten. Doch damit noch nicht genug. „Im nächsten Jahr soll es noch weiter gehen“, sagt Oliver Queitzsch. „Im Laufe der Zeit sollen weitere motorische Herausforderungen am Schiff ergänzt werden. Zum Beispiel ein Aufstieg mit Seilen oder einer Kletterleiter. Mit solch einem Spielgerät fordern wir kindliche Bewegung heraus und fördern damit kognitive, emotionale und soziale Fähigkeiten.“

Mit finanziellen Mitteln aus dem Haushalt der Gemeinde Weinböhla, dem Budget der Volkssolidarität sowie einem privaten Spender wurde das neue Spielgerät finanziert. Unternehmer Johannes Männel der Tobias Prometall GmbH & Co. KG - ein Metallbauunternehmen aus Großenhain - stiftete einen vierstelligen Betrag. Seine drei Kinder besuchen die Kindertagesstätte in Weinböhla. Jährlich unterstützen er und seine Firma Projekte in der Region Meißen und Großenhain: „Die Volkssolidarität brachte ihre eigenen Ideen mit in das Projekt. Ein sehr guter Anfang ist jetzt gemacht“, sagt der Diplom-Ingenieur.

Auch der Bürgermeister der Gemeinde Weinböhla, Siegfried Zenker, ist glücklich über das neue Spiel-Schiff, das am Montagmorgen auf den Namen „Flotte Lotte“ getauft wurde: „Wenn man an Piraten denkt, erwartet man zunächst das Heben von verborgenen Schätzen“, beginnt der CDU-Politiker. „Das passiert im übertragenen Sinne auch hier in der Kindertagesstätte Wiesenblume, denn hier werden viele Fähigkeiten und Fertigkeiten aus den Kindern herausgekitzelt. Die symbolische Bedeutung hinter dem Schiff ist das Entdecken der Welt. Der Kindergarten ist für die Kleinen ein erster, sehr wichtiger Abschnitt auf dem Weg dahin, die Welt zu entdecken und zu ergründen, was diese zu bieten hat. Mein großer Dank gilt der Kita Wiesenblume, der Volkssolidarität und Tobias Prometall, dies zu ermöglichen.“

Einen Bonus haben die Kinder jetzt auch, denn der Aushub ermöglichte, den Rodelberg auf der Spielwiese noch weiter zu vergrößern. Dann wird das Rodeln im Winter den Kleinen direkt doppelt so viel Spaß machen.

www.volkssolidaritaet-meissen.de