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Im Keller der Kötitzer Stadtgärten

Das größte Wohnungsprojekt Coswigs geht in den Endspurt. Ende des Jahres sollen die vier letzten Rohbauten stehen.

Blick aus der Baugrube für die vier letzten Mehrfamilienhäuser der Kötitzer Stadtgärten in Richtung der bereits fertiggestellten Einfamilienhäuser und der kurz vor dem Bezug stehenden Mehrfamilienhäuser. Bis Ende des Jahres soll der Rohbau stehen.
Blick aus der Baugrube für die vier letzten Mehrfamilienhäuser der Kötitzer Stadtgärten in Richtung der bereits fertiggestellten Einfamilienhäuser und der kurz vor dem Bezug stehenden Mehrfamilienhäuser. Bis Ende des Jahres soll der Rohbau stehen. © Arvid Müller

Genau am Rand der etwa fünf Meter tiefen Baugrube halten sich zwei Ahornbäume aufrecht. Um diese beiden Bäume hatte es ebenso Streit gegeben, wie um die drei Birken am gegenüberliegenden Ende der Baugrube, die ganz verschwunden sind. „Hier hat es Versäumnisse gegeben, die uns in ein schlechtes Licht rücken, und obwohl ich oft zweimal am Tag auf der Baustelle bin, kann ich nicht neben jedem Baggerfahrer stehen“, erklärt Sascha Hippe. Er ist Geschäftsführer der Dresdner Firma Ökowert, die das Wohnungsbauprojekt Kötitzer Stadtgärten umsetzt.

Natürlich würden die Birken ersetzt, wie es auch im Stadtrat gefordert worden ist, und zwar durch sechs neue Bäume, erklärt er. Außerdem habe er sich mit Stadträten vor Ort getroffen, um den Schaden an den beiden Ahornbäumen zu begutachten. Hier habe er die Aufschüttung von Erde veranlasst, um die teilweise frei gelegten Wurzeln wieder abzudecken. Diese wurden zudem mit Planen eingepackt und bewässert. „Sollten sie es wider Erwarten nicht überleben, werden wir Ersatzpflanzungen mit Großbäumen von sieben bis acht Metern vornehmen.“

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"Ältere Leute haben beanstandet, dass es bislang keine kleinen 2-Raum-Wohnungen gibt, das ändern wir hier nun", sagt Sascha Hippe, der Geschäftsführer der Firma Ökowert.
"Ältere Leute haben beanstandet, dass es bislang keine kleinen 2-Raum-Wohnungen gibt, das ändern wir hier nun", sagt Sascha Hippe, der Geschäftsführer der Firma Ökowert. © Arvid Müller

Sascha Hippe führt hinunter in die Baugrube an der Kötitzer Straße. Die Bodenplatte ist fertig, die ersten Wände des Kellergeschosses, in dem sich auch die Tiefgarage für die vier Mehrfamilienhäuser befinden wird, stehen. Insgesamt 37 Wohnungen sollen hier bis Ende 2022 entstehen. Gebaut werden 2- bis 5-Raum-Wohnungen. „Insbesondere ältere Leute haben beanstandet, dass es im bisherigen Projekt keine kleinen 2-Raum-Wohnungen gibt, das ändern wir hier nun.“

So, wie die schon fast bezugsfertigen Mehrfamilienhäuser an der Straße „Am Güterbahnhof“, so werden auch die nun entstehenden drei Geschosse haben. Bis Ende des Jahres, Anfang kommenden Jahres sollen sie rohbaufertig sein, damit der Innenausbau beginnen kann. „Alle Wohnungen sind schon verkauft“, erklärt der Geschäftsführer. Zu 90 Prozent werden sie durch die Eigentümer vermietet, die restlichen zehn Prozent werden im Eigenbedarf bezogen. Wenn die Kötitzer Stadtgärten - derzeit das größte Bauprojekt in Coswig - Ende 2022 fertiggestellt sind, wird schon das nächste Projekt der Firma Ökowert in der Stadt gestartet. Ebenfalls 2022 sollen auf dem Gelände des ehemaligen Betonwerkes an der Schillerstraße in sieben drei- bis viergeschossigen Mehrfamilienhausgruppen und zwei einzelnen Mehrfamilienhäusern zwischen 144 bis 166 Wohnungen entstehen. Dafür hatte der Stadtrat im vergangenen Dezember den Weg frei gemacht. Geschäftsführer Sascha Hippe: „Die Gesamtinvestition wird bei circa 50 Millionen Euro liegen.“

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