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Baugrube soll im Frühjahr verschwinden

Der Investor hat neue Pläne beim Verkauf des Grundstückes in Altkötzschenbroda und steht kurz vor den Unterschriften, heißt es auf Nachfrage der SZ.

Solche Reihenhäuser sollen auf der Brache in Altkötzschenbroda entstehen.
Solche Reihenhäuser sollen auf der Brache in Altkötzschenbroda entstehen. © Arvid Müller

Radebeul. Es ist ein großer, störender Fleck in Altkötzschenbroda. Fast jeder, der hier spazieren geht, verweilt am Bauschild, liest es und geht verwundert weiter. Seit fast zwei Jahren geht das nun schon so. Die einzige Bewegung auf der Fläche gab es zu Jahresbeginn 2019 mit dem Abriss der alten Gebäude. Zwischenzeitlich wurde Asphalt über den Fußweg gekippt - als Baustellezufahrt. Mehr ist nicht passiert.

Jetzt allerdings ist die Baustelle sogar im Stadtrat angesprochen worden. Matthias Hoffmann (AfD), der auch um die Ecke selbst zu Hause ist, fragt: „Was passiert eigentlich mit dem Baufeld? Der Gehweg bricht ab. Die Baustellensicherung ist unzureichend. Was weiß die städtische Baubehörde, wie es hier weitergehen soll.“ Von Baubürgermeister Jörg Müller (parteilos) kam allerdings nur die Antwort, dass man dazu nachfragen müsse. Ihm sei nichts weiter bekannt.

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Die SZ erreichte am Donnerstag den Besitzer des Grundstückes, der auch das Bauvorhaben vorantreiben will. Es ist der Chemnitzer Bauunternehmer Kay Melzer. Auf die Nachfrage, wie es denn darum stehe, sagte er: „Ich möchte das Vorhaben als Gesamtprojekt verkaufen. Auch wenn es für einzelne Häuser bisher schon mehrere Interessenten gab.“ In einem Maklerbüro am Dorfanger in Kötzschenbroda hing kurzzeitig sogar ein Foto mit dem Bauprojekt und dem Zusatz, dass die Häuser verkauft seien. Kay Melzer: „Das habe ich entfernen lassen. Es war so nicht mit mir abgestimmt.“

Der Radebeuler Immobilienmakler Friedrich Kozka hatte die Grundstücke einst gekauft und danach, mit einer gültigen Baugenehmigung der Stadt versehen, weiterverkauft. Der nächste Besitzer und Investor nach ihm ist Kay Melzer. Melzer hatte sich ursprünglich für das Glasinvest-Areal in Ost engagiert, sich allerdings Ende 2018 aus persönlichen Gründen anders entschieden.

Kein schöner Anblick - die wilde Baufläche am Dorfanger.
Kein schöner Anblick - die wilde Baufläche am Dorfanger. © Arvid Müller

Zwei Gebäude für die Reihenhäuser

Melzer sagte Anfang 2019 zum Vorhaben in Altkötzschenbroda: „Im Frühjahr wollen wir mit dem Rohbau beginnen.“ Auf dem Gesamtgrundstück sollen zwei Gebäude entstehen - eines mit vier, das andere mit drei Reihenhäusern. Das soll auch so bleiben, sagte er am Donnerstag. Und: Er wolle das Bauvorhaben auch selbst vorantreiben, allerdings eben erst, wenn es verkauft ist. Mit möglichen Käufern, so Melzer, seien die Verhandlungen weit fortgeschritten. Er habe die Absicht, die Verträge bis Jahresende zu unterschreiben. Dann würde im Frühjahr der Bau beginnen.

Die Häuser werden die für den Anger typische Form haben. Also die Giebelseite der Straße zugewandt und langgestreckt nach hinten verlaufend. Spitzdächer, mit Ziegeln gedeckt, bestimmen das Aussehen. Unter den Gebäuden will Melzer, geplant von einem Chemnitzer Architekten, eine Tiefgarage anlegen. Und zwar ohne große Zufahrt, sondern mit einem Aufzug. Elf Stellplätze sind vorgesehen.

Die Gebäude sollen aus Kalksandstein aufgemauert werden. Es werde Dachterrassen geben, die sich Richtung Weinberge wenden. Die künftigen Bewohner der Reihenhäuser, so Melzer, würden einen kleinen Gartenanteil bekommen. Rund 1.600 Quadratmeter ist die Gesamtfläche auf dem Areal. Von der Tiefgarage soll es direkte Zugänge in die Kellerräume unter das jeweilige Haus geben. 

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Die Zufahrt von der Straße Altkötzschenbroda zum Aufzug der Tiefgarage soll vor dem rechten Gebäude sein. Mit Erdgeschoss, einer ersten Etage und dem Dachausbau werden die Häuser zweieinhalb Geschosse haben und den benachbarten Häusern angepasst. Die Reihenhäuser sollen Wohnflächen von 124 bis 159 Quadratmetern haben.

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