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Genossenschaft will vier neue Häuser bauen

An der Kiefernstraße in Coswig sollen 24 Wohnungen mit Tiefgarage und Stellplätzen entstehen. Allerdings wollen die Stadträte dazu noch beraten.

Auf diesem Areal im Geviert von Kiefernstraße, Siedlerstraße, Nordstraße und Niederauer Straße will die Wohnungsgenossenschaft Coswig/Sachsen bauen.
Auf diesem Areal im Geviert von Kiefernstraße, Siedlerstraße, Nordstraße und Niederauer Straße will die Wohnungsgenossenschaft Coswig/Sachsen bauen. © Norbert Millauer

Coswig. Wohnen in der Genossenschaft ist zumeist attraktiv. Es gibt Mitbestimmungsrechte und hohe Mietsicherheit. Die Wohnungsgenossenschaft Coswig/Sachsen eG (WGC) will ihr Angebot weiter ausbauen. Der große Renner unter deren Wohnungsangebot ist beispielsweise der „Seniorenwohnpark Spitzgrund“. Freundlich helle Wohnungen mit Balkonen und grüner Umgebung schon zwischen den Häusern, in der weiteren Umgebung sowieso. Mit nach eigenen Angaben 3.200 Wohnungen in Coswig und Weinböhla in der Vermietung ist die Genossenschaft offenbar finanzstark genug für weitere Bauvorhaben. Das jüngste davon wurde am Mittwochabend im Coswiger Stadtrat besprochen.

Es geht um ein Grundstück im Straßengeviert Kiefernstraße, Siedlerstraße, Nordstraße und Niederauer Straße. Inmitten der hier die Straßen säumenden Doppelhäuser besitzt die Wohnungsgenossenschaft eine Fläche von 4.561 Quadratmetern.

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Auf dem Areal möchte die Genossenschaft vier Häuser errichten, informierte Coswigs Bauamtsleiter Wolfgang Weimann die Stadträte. In den vier Gebäuden seien 24 Wohnungen geplant. In jedem der Gebäude sollen sechs Wohnungen Platz finden. Für je eine Wohnung würden zwei Abstellplätze für Autos geschaffen - je einer in einer Tiefgarage, ein zweiter Stellplatz oberirdisch. Alles auf der Grundstücksfläche. Welche Wohnungsgrößen und wann Baubeginn sein könnte, auf diese Nachfragen gab die WGC keine Antwort.

Wolfgang Weimann sagt, dass die Fläche dafür gedacht ist, das Wohnen im Bestand hier zu verdichten. Der Flächennutzungsplan der Stadt Coswig weise dieses Grundstück als Wohnbaufläche aus. Die Gebäude sollen alle zwei Etagen plus ein sogenanntes Staffelgeschoss mit einem Flachdach haben. Da das Gelände jedoch ansteigend ist, würden die tieferstehenden Neubauten die umstehenden Doppelhäuser in der Höhe leicht überragen. Dies müsse in der Baubehörde und im Stadtrat noch besprochen werden. Etwa: Wie wirken die Baukörper, wie sind die Abstände und der Schattenwurf in die Umgebung? Ansonsten begrüße die Stadt das Bauvorhaben, weil es ebenfalls städtischen Zielen entspreche.

Auf eine Nachfrage aus den Reihen der Stadträte zur geplanten Stellplatzzahl je Wohnung, sagte der Bauamtsleiter, dass er es sehr vernünftig finde, dies auf dem Grundstück mit einzurechnen - weil ja in der Umgebung, also etwa der Kiefernstraße mit nur rund fünf Meter Breite, keine Möglichkeit zum Parken sei. Eine Stellplatzsatzung habe die Stadt Coswig nicht. Die sächsische Bauordnung schreibe ein bis zwei Stellplätze je Wohnung vor, sagt der Bauamtsleiter.

Eine in den von der Wohnungsgenossenschaft eingereichten Plänen markierte Fläche deutet einen Spielplatz an. Auch dazu gab es Nachfragen von den Räten. Weimann: „Bei 24 Wohnungen, die wahrscheinlich von Familien bezogen werden, ist es sinnvoll, auf dem Grundstück auch einen Spielplatz einzuplanen.“

Für die 4.561 Quadratmeter große Fläche mit vier Mehrfamilienhäusern, so der Antrag der Wohnungsgenossenschaft Coswig/Sachsen, soll ein Bebauungsplan aufgestellt werden. Den Antrag dazu hat die WGC im Juni vorigen Jahres gestellt.

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Im Beschluss für die Stadträte heißt es: Aufgrund der Größe des Plangebietes kann der Bebauungsplan als B-Plan der Innenentwicklung im beschleunigten Verfahren aufgestellt werden. Es sollen Mehrfamilienhäuser errichtet werden, die sich in ihrer Baumasse an den umgebenden Doppelhäusern orientieren. Die Verkehrsanbindung und medientechnische Erschließung (Trinkwasser, Abwasser, Elektrizität) soll über die Kiefernstraße erfolgen. Das Gebiet liegt im Geltungsbereich der Fernwärmesatzung; die Erschließung mit Fernwärme ist damit gesichert. Der ruhende Verkehr soll zu einem großen Teil in Tiefgaragen untergebracht werden.

Dem stimmten die Stadträte am Mittwochabend zu.

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