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Wer wo einzieht, ist schon zu erkennen

Im Ex-Glasinvest-Standort Radebeul sind die Gebäude gemauert. Auf dem im Kreis größten Bauplatz entstehen 150 Wohnungen.

Auf der Nordseite, hin zu den Weinhängen, stehen die Mehrfamilienhäuser teils schon mit der Inneneinrichtung. Die Wohnungen sind größtenteils verkauft.
Auf der Nordseite, hin zu den Weinhängen, stehen die Mehrfamilienhäuser teils schon mit der Inneneinrichtung. Die Wohnungen sind größtenteils verkauft. © Arvid Müller

Radebeul. Was vor Monaten noch eine riesige Baugrube mit sich darüber drehenden Kränen war, ist jetzt ein strukturiertes Areal. Zwischen Meißner Straße, Freiligrathstraße und Hauptstraße entsteht in Radebeul-Ost derzeit die größte Anzahl neuer Wohnungen im Kreis Meißen.

Inzwischen stehen die Keller, die Tiefgarage, die Grundmauern aller Gebäude. Vor allem im Nordteil der neuen Siedlung ist der Baufortschritt sichtbar. In den sogenannten Stadtvillen sind Eigentumswohnungen mit drei und vier Räumen. „Die großen Wohnungen waren am schnellsten verkauft“, sagt Bauherr Peter Heil, der hier mit seiner Firma Sächsische Wohnimmobilien GmbH (SWG) insgesamt 110 Wohnungen errichtet.

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Die Mehrfamilienhäuser im Nordteil mit ihren italienisch anmutenden Dächern sind bereits zu 80 Prozent veräußert. Bäder sind vielfach schon gefliest und eingerichtet. Viele der großzügigen Balkone gewähren den Blick hinauf in die Weinberge zum Spitzhaus. Im Dezember können die ersten neuen Besitzer einziehen, sagt Heil.

Für die noch zu verkaufenden Wohnungen möchte Heil junge Familien locken. „Wir legen noch ein kleines Programm mit den Banken auf, wonach der Zins für die Kredite null betragen soll“, sagt der Bauherr. Allerdings, stolz sind die Preise dennoch. Zwischen 400.000 und 500.000 Euro kosten die Wohnungen.

Auch die großen Gebäude, hin zur Meißner Straße und an der Ecke Hauptstraße sind im Rohbau hochgezogen. Gerade arbeiten die Zimmerleute daran, die Dachbalken anzubringen. In den nächsten Wochen kommen die Dächer drauf, im Herbst sollen die Fenster rein.

Der Blick von der Meißner Straße auf die Gebäude im Rohbau. Rossmann, Bäckerei und Fleischer ziehen hier ein.
Der Blick von der Meißner Straße auf die Gebäude im Rohbau. Rossmann, Bäckerei und Fleischer ziehen hier ein. © Arvid Müller

Wer an der Meißner Straße eventuell auf die Straßenbahn wartet, kann beim Blick auf die Gebäude bereits die Raumgrößen erkennen. An der Ecke Hauptstraße wird Rossmann mit einem großen Drogeriemarkt einziehen. Zwischen diesem und dem benachbarten Gebäude entsteht ein Platz, welcher sich beispielsweise für Marktstände eignet. Investor Heil hat der Stadt angeboten, hier auch schon Strom- und Wasseranschlüsse mit zu verlegen. Der Platz werde wieder der Stadt übereignet.

Im Gebäude links davon, ziehen - vom kleinen Platz beginnend - die Coswiger Bäckerei Claus mit Außenfläche und auch Fensterverkauf zur Haltestelle hin, daneben Fleischer Dubau aus Hoyerswerda, der sich im Raum Dresden ansiedeln will und ein Immobilienbüro ein. Die Anlieferung der Geschäfte passiert aus der Tiefgarage und über einen Fahrstuhl.

Etwas zurückgesetzt ist daneben der Haupteingang zur Begegnungsstätte für betreutes Wohnen auszumachen. Im sich anschließenden Treppenhaus gibt es einen Fahrstuhl, der die Nutzer in der ersten Etage zu künftig hier ansässigen Arztpraxen und weiter hoch in Wohnungen befördert.

In beiden Flügeln an der Meißner Straße, Hauptstraße werden es einmal 28 und einmal 24 Wohnungen sein. Die Wohnungen an der Ecke Hauptstraße haben eine große Gemeinschaftsterrasse mit dem Blick auf die Weinberge. In den Treppenhäusern und bis in die Wohnungen wird es ein farbliches Leitkonzept geben, sodass sich die älteren Bürger auch gut zurechtfinden werden. Fahrstühle sind überall vorgesehen. Einzug soll für die Seniorenwohnungen an der Meißner Straße, Ecke Hauptstraße im November 2022 sein.

Bauherr Peter Heil in einer der Eigentumswohnungen im Nordteil.
Bauherr Peter Heil in einer der Eigentumswohnungen im Nordteil. © Arvid Müller

Bewirtschaftet werden diese barrierefreien Wohnungen für Senioren von den Johannitern. Allerdings bleiben alle weiter im Besitz der Sächsischen Wohnimmobilien GmbH von Peter Heil.

Die Tiefgarage ist in ihrer vollen Größe so gut wie fertig. 52 Stellplätze gibt es dort. Ein Teil davon sind Doppelstellplätze, so dass Bewohner auch etwa einen Campinganhänger und andere Fahrzeuge unterstellen können. Anschlüsse für das Laden von E-Fahrzeugen werden auf Wunsch installiert und eine große Fahrradgarage ist auch bereits fertig. Die Ein- und Ausfahrten zur Tiefgarage befinden sich an der Freiligrathstraße und an der Hauptstraße.

Eine weitere Tiefgarageneinfahrt wird es an der Freiligrathstraße geben. Hier hat die Radebeuler Wohnungsgenossenschaft mit dem Bau ihrer neuen Wohnungen begonnen. Der Bauplatz an der Ecke zur Meißner Straße ist deutlich von den anderen Gebäuden zu unterscheiden. Die WG Lößnitz errichtet ihre Wände mit roten Ziegeln.

WG-Lößnitz-Technikvorstand Michael Zenker sagt, dass im September der Rohbau stehen soll. Noch vor dem Winter, so das Ziel, sollen die Fenster und Türen drin, also alles winterfest sein. Im Oktober kommt der Dachstuhl drauf. Mit rechtzeitigen Vorbestellungen habe sich die WG - die größtenteils mit den gleichen Baufirmen wie die Sächsische Wohnimmobilien GmbH agiert - gegen möglichen Baumaterialmangel abgesichert, hofft Zenker auf zügigen Fortschritt.

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Insgesamt 39 Wohnungen mit Größen zwischen 45 und 90 Quadratmetern sollen hier für die Genossenschaft entstehen. Michael Zenker: „Wir wollen im nächsten Jahr den Innenausbau vorantreiben. Ziel ist es, die Wohnungen ab 1. Januar 2023 zu vermieten.“ Bislang gebe es für die 39 Wohnungen etwa 100 Anfragen.

Hier baut die Genossenschaft WG Lößnitz - deutlich erkennbar an der Ziegelbauweise.
Hier baut die Genossenschaft WG Lößnitz - deutlich erkennbar an der Ziegelbauweise. © Arvid Müller

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