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Krippenspiel zum Nachspielen

Die Kirchgemeinden in Radebeul, Reichenberg und Moritzburg haben besondere Ideen für die Christen in den Weihnachtstagen verwirklicht.

Sieben Laternen mit der christlichen Weihnachtsgeschichte hängen im Pfarrhof der Radebeuler Friedenskirche. Bis in den Januar sollen sie leuchten, so Pfarrerin Annegret Fischer.
Sieben Laternen mit der christlichen Weihnachtsgeschichte hängen im Pfarrhof der Radebeuler Friedenskirche. Bis in den Januar sollen sie leuchten, so Pfarrerin Annegret Fischer. © Norbert Millauer

Radebeul/Moritzburg. Eigentlich gibt es das neue Kirchspiel, also das Zusammengehen der Kirchgemeinden Radebeul Friedenskirche, Lutherkirche, Moritzburg und Reichenberg, erst ab Januar. Aber Corona bringt die Pfarrer und Gemeindepädagogen schon früher zusammen.

Für ihre Schäfchen und all jene, die Beistand, Trost und himmlische Freuden zu den Weihnachtsfeiertagen suchen, haben sich die Gemeinden Besonderes ausgedacht. "Christvespern, die wir sonst mit bis zu 1.800 Besuchern in der Friedenskirche haben, das geht dieses Jahr nicht", sagt Pfarrerin Annegret Fischer. Aber ein Video mit dem Krippenspiel wird es geben. Gespielt haben das Kinder der Gemeinde unter der Anleitung der Kirchenpädagogen. Etwa 30 Minuten zum Anschauen.

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"Warum nicht zu Hause Gottesdienst feiern. Gemeinsam in Familie singen", rät Christof Heinze, Pfarrer der Radebeuler Lutherkirche. Um 18 Uhr werden in allen unseren Kirchen die Glocken für zehn Minuten läuten. "Danach sind die Menschen eingeladen, gemeinsam zu singen oder zu musizieren: „O du fröhliche“ – in den Wohnzimmern, im Garten, auf dem Balkon oder während eines Spaziergangs. So sind wir verbunden an diesem Abend in der Weihnachtsfreude und in Hoffnung, vielleicht mit einem Licht in der Hand", so Pfarrer Heinze.

Friedenslichter wollen die Kirchen an allen Orten anzünden. "An der Reichenberger Kirche werden Pfadfinder dafür sorgen, dass die Lichter in die Höfe verteilt werden", sagt Gemeindepädagogin Friederike Knittel.

Üblicherweise hätten die Reichenberger und Moritzburger am Roten Haus, auf dem Anger in Wahnsdorf, in Boxdorf an der Linde und in Reichenberg am Friedhof eine Christvesper abgehalten. Sogar für die Rennbahn in Moritzburg gab es Überlegungen. Geht dieses Jahr alles nicht, so die Gemeindepädagogin. Immerhin: In der Kirche ist eine Krippe aufgebaut. Eine Familie aus der Gemeinde hat das organisiert, so Friederike Knittel.

Eine Krippe wird es auch im Pfarrgarten an der Lutherkirche geben. Eine lebendige sogar, sagt Pfarrer Heinze. Vom 24. bis 29. Dezember soll diese Krippe mit einer Jurte und dem Weihnachtsstall stehen. Eine Schäferin aus Kaditz will mit ihren Schafen zur Lutherkirche ziehen. Heinze: "Wer zu den Feiertagen einen kleinen Spaziergang machen will, kann - mit Abstand und einzeln eintreten - gerne vorbeikommen. Von 8 bis 21 Uhr ist die Krippe geöffnet."

Ganz werden wir unsere Kirchen nicht schließen, sagt Friedenskirche-Pfarrerin Fischer. Am ersten Weihnachtsfeiertag werde es Gottesdienste geben - mit jeweils einer gesperrten Bankreihe und nur Familien aus zwei Hausständen auf einer Bank. Ehrenamtliche Helfer würden für die Sicherheit in den Kirchen sorgen: Reichenberg und Moritzburg um 9.30 Uhr; die Friedenskirche um 9.30 Uhr und 11 Uhr; die Lutherkirche um 15 Uhr.

Auf den Videos Heiligabend wird es neben dem Krippenspiel aus der Friedenskirche (14 Uhr), noch eine Christvesper aus der Lutherkirche (15 Uhr), das Nach(t)wort mit Musik aus der Reichenberger Kirche (21 Uhr) und die Katholische Christnacht aus der Lutherkirche (22 Uhr) geben. Auch eine Anleitung für das Krippenspiel in Familie zum Nachspielen ist mit dabei.

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Und noch etwas Gemeinsames haben die Gemeindehirten und -pädagogen für Besucher vorbereitet: Im Pfarrhof der Friedenskirchgemeinde gibt es ab sofort einen Lichthof mit sieben Laternen. Bemalt wurden die Laternen mit der Weihnachtsgeschichte, sagt Gemeindepädagogin Ulrike Wenzel. Sie sollen bis in den Januar hinein leuchten und zum Anschauen einladen.

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