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Der kreative Kopf für das Bühnenbild

Stefan Wiel stattete 18 Jahre lang Stücke der Landesbühnen Sachsen in Radebeul aus. Vor Beginn des Ruhestands zeigt er eine Auswahl seines Schaffens.

Der Ausstattungsleiter und Bühnenbildner Stefan Wiel legt vor Ausstellungsbeginn im Glasfoyer noch einmal Hand an den Exponaten an.
Der Ausstattungsleiter und Bühnenbildner Stefan Wiel legt vor Ausstellungsbeginn im Glasfoyer noch einmal Hand an den Exponaten an. © Norbert Millauer

Radebeul. Was wäre Schauspiel, Oper, Musical oder Ballett ohne Bühnenbild? Die Ausstattung erfüllt verschiedene Funktionen. So dient sie unter anderem der illustrierenden Dekoration, die Stücke bebildern. Durch ihre subjektive Architektur befördern und beeinflussen szenische Vorgänge, und als Rauminstallation ermöglichen sie eine szenische Anordnung. Kurzum: Ohne Bühnenbild wären die Bretter, die die Welt bedeuten, nackt. Es trägt maßgeblich zum visuellen Erleben eines Theaterstücks bei.

246 Produktionen hat der Ausstattungsleiter und Bühnenbildner Stefan Wiel während seiner Berufslaufbahn erarbeitet, davon 110 an den Landesbühnen Sachsen. Bevor er sich am Ende dieser Spielzeit in den Ruhestand verabschiedet, gibt er noch einmal einen Einblick in sein Schaffen. An diesem Sonnabend eröffnet im Glashaus der Landesbühnen in Radebeul die Ausstellung „Welttheater Theaterwelt“.

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Seit 2003 arbeitet der gebürtige Dresdner am Radebeuler Theater. Zu seinen beruflichen Stationen zuvor zählen das Theater der Jungen Generation und das Staatsschauspiel in Dresden sowie die Theater in Freiberg und Bautzen. Gastengagements führten Wiel unter anderem an die Oper Chemnitz, das Anhaltische Theater Dessau, die Oper Halle, das Gärtnerplatztheater in München und an die Komische Oper Berlin. Die Arbeit an den Landesbühnen brachte neue Herausforderungen mit sich. Als mobiles Theater in Sachsen müssen Bühnenbilder und -austattung so konzipiert sein, dass sie nicht nur im Stammhaus in Radebeul, sondern auch an den Gastspielorten aufgebaut und verwendet werden können. Höhepunkte der vergangenen Jahre waren für Wiel unter anderem die spektakulären Inszenierungen der Winnetou-Stücke nach Karl May.

Die Ausstellungseröffnung ist an diesem Sonnabend um 17.30 Uhr. Die Laudatio hält Jens Daniel Schubert. Musiker, Sänger und Tänzer untermalen die Veranstaltung künstlerisch. (SZ)

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