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Eine Rocklegende kommt nach Weinböhla

Toni Krahl, Sänger der Rockband City, ist am Donnerstag im Zentraler – mit Gitarre und seinem neuen Buch.

Seit 45 Jahren belebt Toni Krahl die deutsche Musiklandschaft. In seinem Buch „Rock Legenden“ erzählt der Musiker aus seinem Leben - lustig, traurig, einprägsam, sagt er selbst.
Seit 45 Jahren belebt Toni Krahl die deutsche Musiklandschaft. In seinem Buch „Rock Legenden“ erzählt der Musiker aus seinem Leben - lustig, traurig, einprägsam, sagt er selbst. © Hassel-Music

Von Julian Wolf

Toni Krahls Kalender ist voll. Zurzeit ist er mit seiner Band City im Tonstudio. Im kommenden Jahr soll ein neues Album veröffentlicht werden, passend zum 50. Bandjubiläum. Wahrscheinlich 16 neue Songs gibt es dann für die Fans. Im Frühjahr 2022 ist zudem ein Festival auf Tournee unter dem Namen „Die Rocklegenden“ geplant.

Die Band Silly, Dieter „Maschine“ Birr von den Puhdys, Dirk Michaelis und natürlich City reisen dann quer durch das Land. Apropos Rocklegenden - so heißt auch das Soloprogramm, mit dem Toni Krahl am Donnerstag nach Weinböhla kommt. Was die Zuschauer während der musikalischen Lesung erwarten dürfen.

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Herr Krahl, in Weinböhla waren Sie bereits häufiger zu Gast. Was verbindet Sie mit der Gemeinde und welche Erinnerungen haben Sie an Ihre Konzerte hier?

Weinböhla verbinde ich grundsätzlich mit dem Zentralgasthof. Die Auftritte dort habe ich sehr positiv in meiner Erinnerung. Schon in der DDR war ich des Öfteren in Weinböhla. Mal alleine, aber natürlich auch mit meiner Band City. Die letzten vier Termine habe ich sogar noch ganz genau im Kopf.

Zwischen Weihnachten und Silvester haben wir 2007, 2010, 2015 und 2016 im Zentralgasthof gespielt. Damals mit dem Programm „Weihnachtsfest der Rockmusik“. Dem Publikum schien es auch sehr gefallen zu haben. Zuletzt hatten wir auch Dirk Michaelis von der Band Karussell als Gast mitgebracht. Auch das gute Catering bleibt mir immer im Gedächtnis.

Wie haben Sie die Herausforderungen der Corona-Pandemie gemeistert, gibt es neue Ideen?

Zunächst einmal habe ich mir eine Maske aufgesetzt und Abstand gehalten. Dann konnte ich darüber nachdenken, kreativ zu werden, und war fleißig im Studio. Die Zeit habe ich so eigentlich gut verbracht und natürlich auch an meinem aktuellen Programm gearbeitet. Viel schlimmer war es für mich, unseren Schlagzeuger zu verlieren. Das hat mir wirklich den Boden unter den Füßen weggerissen. Es ist für mich ein so unglaublich schwerer Verlust, den ich nicht so einfach verarbeiten kann.

Werden Sie darüber auch in Weinböhla sprechen?

Selbstverständlich werde ich auch über Klaus (Selmke) sprechen. Ich berichte ja über meinen eigenen Lebensweg, über meine Karriere und über die mit meiner Band City. Da gehört das einfach dazu.

Was kann das Publikum am Donnerstag erwarten?

Beginnen werde ich mit meiner Liebe zu den Beatles. Dann werde ich mein Buch „Toni Krahls Rocklegenden“ vorstellen. In dem Werk habe ich verschiedenste Anekdoten und Geschichten notiert, die mir im Gedächtnis geblieben sind. Aus meinem Leben mit City erzähle ich und berichte über Begegnungen mit anderen Musikern. Manche Storys sind lustig, einige traurig, viele einprägsam. Unsere Tournee durch die Sowjetunion beispielsweise oder die Konzerte in Griechenland.

In Griechenland wurden Sie mit einer Goldenen Schallplatte ausgezeichnet.

Das ist richtig. Für das Album „Am Fenster“ damals. Wie viel wir dort verkauft haben, weiß ich allerdings nicht mehr, und zu meinem großen Leidwesen blieben die Tantiemen auch aus. Aber die Schallplatte habe ich noch.

Sie werden nicht ganz alleine sein, sondern einen Partner mitbringen. Was wird der machen?

Genau. Kai Suttner ist zwar auch mein Manager, wird aber bei der musikalischen Lesung mit mir gemeinsam auf der Bühne stehen. Als Moderator führt er durch den Abend und wird mit mir plaudern. Es wird also nicht den Abend lang gelesen. Zwischendurch illustriere ich einige Passagen meines Lebens musikalisch an der Gitarre und werde auch zwei, drei Lieder spielen.

Freuen Sie sich auf den Abend?

Ich bin wirklich froh, endlich wieder vor Publikum stehen zu können. Es macht mir immer noch richtig Spaß, die Leute zu unterhalten. Nach der monatelangen Pause muss ich jedoch sagen, dass ich wirklich raus war. Die tägliche Routine auf der Bühne fehlt einfach ein wenig. Das ist aber überhaupt nicht schlimm. So sind meine Auftritte jetzt deutlich spontaner. Natürlich habe ich auch bestimmte, feste Dinge vorbereitet. Ich hoffe auf einen sehr unterhaltsamen Abend in intimer Atmosphäre. Die vorherigen Vorstellungen liefen schon mal gut.

Karten für die musikalische Lesung gibt es zu18,60 Euro unter www.zentralgasthof.com, 1035243 56000 oder per E-Mail. Die Ticketgebühr an der Abendkasse beträgt zwei Euro.

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