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Keine Aschenbrödel-Schau auf Schloss Moritzburg

In diesem Jahr wollen die Ausstellungsmacher pausieren. Wie Schlösserland informiert, soll der Publikumsmagnet 2021 fortgesetzt werden.

Die Hauptdarsteller aus dem Film "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" sind als Figuren Teil der Ausstellung.
Die Hauptdarsteller aus dem Film "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" sind als Figuren Teil der Ausstellung. © Arvid Müller

Moritzburg. Die Ausstellung im Schloss Moritzburg bei Dresden kann im bevorstehenden Winter 2020/2021 nicht stattfinden. Grund sind unter anderem die Gegebenheiten vor Ort, wie Ausstellungsarchitektur und enge Sonderausstellungsräume, die die Vereinbarkeit eines funktionierenden Hygienekonzeptes mit einem positiven Besuchserlebnis nicht ermöglichen, informiert Schlösserland Sachsen. 

Die Ausstellung besteht zu einem großen Teil aus interaktiven Modulen mit „Hands-on“-Funktion, die unter einem akzeptablen Hygienekonzept zur Eindämmung der Verbreitung von SARS-COV-2 nicht nutzbar wären. Die Sonderausstellungsräume im zweiten Obergeschoss des Schlosses, in die die Ausstellung fest eingebaut ist, sind außerdem zu klein, um geltende Abstandsregeln mit einer sinnvollen Besucherführung vereinbaren zu können.

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„Die Entscheidung ist uns nicht leichtgefallen, wir haben viele Möglichkeiten durchgespielt, aber letztlich sind wir zu dem Schluss gekommen, die Ausstellung in diesem Winter nicht zu öffnen. Es wäre weder für uns als Veranstalter aber vor allem nicht für Gäste und Fans von Aschenbrödel ein schönes Erlebnis. Gönnen wir Aschenbrödel also eine kleine Pause und hoffen auf bessere Umstände für uns alle im Winter 2021/2022", sagt Dominique Fliegler, Schlossleiterin von Schloss Moritzburg. 

Es sei geplant, die Sonderausstellung dann wieder öffnen zu können und für alle Besucher zu dem gewohnt märchenhaften Erlebnis gestalten zu können, so die Schlossleiterin.

Dennoch empfängt das barocke Jagdschloss nahe Dresden auch in diesem Winter seine Gäste. Die Barockausstellung in der Beletage mit Steinsaal, Monströsensaal, den Kurfürstenzimmern und Speisesaal ist ab 21. November nach kurzer Schließzeit wieder geöffnet. Die Räume bieten genügend Raum, um die Besucherführung gemäß einem funktionierenden Hygienekonzept und gleichzeitig ein weihnachtlich-bezauberndes Besuchserlebnis im Schloss Moritzburg zu ermöglichen, heißt es vom Schlösserland Sachsen. Noch bis 1. November 2020 ist im Schloss Moritzburg die Sonderausstellung zu sehen.

Die Ausstellungen zum Märchenkultfilm "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel", dessen wesentliche Szenen in Moritzburg am Schloss gedreht worden sind, sind absolute Publikumsmagneten. Im letzten Winter strömten über  111.583 Besucher in die Schau. Die saisonale Ausstellung im letzten Winter war  bereits zum fünften Mal seit ihrer Eröffnung im November 2015 nahezu unverändert zu sehen. Davor hatte es zwischen 2009 und 2013 vier Ausstellungen mit jeweils neuen Konzepten gegeben. Drei davon unter Einbeziehung der Räume der barocken Dauerausstellung auf rund 2.000 Quadratmetern. Die aktuelle Schau wurde auf 450 Quadratmetern gezeigt, bietet den Fans des Kultfilms aber neben Originalkostümen und Requisiten an verschiedenen Stationen eine Vielzahl an Fakten und Hintergrundinformationen.

Den millionsten Besucher der Schau hatte das Schloss  im Dezember 2018 begrüßt. Der Besucherrekord war bei der zweiten Ausstellung im Winter 2011/2012 erreicht worden. Damals strömten 180.000 Besucher ins Schloss Moritzburg.

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