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Radebeul
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Landesbühnen Sachsen lassen die Puppen tanzen

Das Stammhaus in Radebeul ist erstmals Gastgeber des Sächsischen Puppentheatertreffens. Sechs Puppenbühnen zeigen die ganze Bandbreite der Figurentheaterkunst.

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Das Stück "Rauschen" handelt vom experimentellen Suchen eines Heranwachsenden nach
seinem Ich.
Das Stück "Rauschen" handelt vom experimentellen Suchen eines Heranwachsenden nach seinem Ich. © Carsten Beier

Radebeul. Vom 2. bis 6. Mai dieses Jahres findet das 9. Sächsische Puppentheatertreffen an den Landesbühnen Sachsen in Radebeul statt, das vom Landesverband Sachsen im Deutschen Bühnenverein ausgerichtet wird. Neben einem Arbeitstreffen der Puppentheaterszene an den ersten beiden Tagen steht in diesem Jahr besonders das Publikum im Mittelpunkt. "Im Rahmen eines Festivals präsentieren die sechs Puppentheaterensembles in Sachsen vom 4. bis 6. Mai die ganze Bandbreite der Figurentheaterkunst", teilte Landesbühnensprecher Benjamin Abicht mit. Mit Illusion, Clownerie, Virtual Reality, Lichtmalerei und performativem Spiel richtet sich das Programm an alle Altersgruppen.

"Zum ersten Mal dürfen die Landesbühnen Sachsen, die seit 2015 eine eigene Figurentheatersparte beherbergen, Gastgeber des Sächsischen Puppentheatertreffens sein", berichtet Intendant Manuel Schöbel. "Wir freuen uns auf die Begegnungen, auf Kritik und Anregung, auf Analysen und Debatten, gemeinsame Pläne und natürlich auch auf Ausgelassenheit und Übermut", führt der Chef des Hauses fort. Unter der Intendanz von Manuel Schöbel wurde die Sparte Figurentheater, die in den 1950er-Jahren einst dazugehörte, in der Spielzeit 2015/16 neu belebt. Seitdem hat die Sparte viele neue Akzente gesetzt und Produktionen für die Allerkleinsten bis zur Oberstufe initialisiert. Die Zusammenarbeit mit der theaterpädagogischen Abteilung des Hauses – dem jungen.studio – schafft eine enge Verbindung zum jungen Publikum.

Stücke für Klein und Groß

Den Auftakt beim Festivalprogramm gibt das tjg. theater junge generation am 4. Mai um 10 Uhr in den eigenen Räumlichkeiten im Kraftwerk Mitte mit der Produktion "Was das Nashorn sah, als es auf die andere Seite des Zaunes schaute", bevor es am Nachmittag und Abend im Theater Radebeul weitergeht: Dort zeigen die Landesbühnen Sachsen die Stückentwicklung "Rauschen" von Agata Kucińska (16 Uhr, Studiobühne) und Emmerich Kálmáns Operette "Die Zirkusprinzessin" (19.30 Uhr, Hauptbühne) die als Kooperation mit dem Puppentheater des Deutsch-Sorbischen Volkstheaters Bautzen entstanden ist.

Mit „Bääätsch – Zunge raus“ ist am 5. Mai (10 Uhr, Studiobühne) eine Inszenierung vom Theater der Jungen Welt Leipzig zu sehen, die auf der Liste der nominierten Produktionen für "AUGENBLICK MAL! - Festival des Theaters für junges Publikum" 2023 steht. Im anschließenden Gastspiel des Puppentheaters Zwickau wird Johann Wolfgang von Goethes "Der Erlkönig" (15 und 15.30 Uhr, Glashaus) mittels VR-Brille zum virtuellen Erlebnis. Am Abend zeigt das Figurentheater Chemnitz Theodor Storms Novelle "Der Schimmelreiter", die von Markus Joss für die Theaterbühne adaptiert wurde. Den abschließenden Höhepunkt bildet das Familienstück "Kulka", mit dem das polnische Wrocławski Teatr Lalek am 6. Mai um 11 Uhr auf der Studiobühne gastiert. Auf das Publikum wartet eine Geschichte rund um Freundschaft, erzählt in der Sprache der Musik, der künstlerischen Formen und der Bewegung. (SZ)

www.landesbuehnen-sachsen.de/puppentheatertreffen