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Änderung an Radeburger Schulbau-Plänen

Im Juni hatten die Stadträte mehrheitlich für eine Variante zur Erweiterung der Heinrich-Zille-Oberschule gestimmt. Diese musste noch einmal überarbeitet werden.

Dort, wo die Feuertreppe steht, soll über die gesamte Höhe des alten Schulhauses ein Neubau mit fast quadratischem Grundriss entstehen. Das ist aber nur ein Teil der geplanten Erweiterung.
Dort, wo die Feuertreppe steht, soll über die gesamte Höhe des alten Schulhauses ein Neubau mit fast quadratischem Grundriss entstehen. Das ist aber nur ein Teil der geplanten Erweiterung. © René Plaul

Radeburg. Seit einem dreiviertel Jahr ist die Erweiterung der Radeburger Oberschule fast ein Dauerthema im Stadtrat der Zille-Stadt. Was durchaus verständlich ist.

Denn nach den derzeitigen Kostenberechnungen geht es immerhin um ein 13,5 Millionen Euro teures Projekt. Wobei, nimmt man die Baupreis-Entwicklung der vergangenen Jahre, diese nicht unerhebliche Summe am Ende vermutlich nicht reichen wird.

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Vor allem aber ist der Ausbau der Heinrich-Zille-Schule aufgrund der aktuellen und auch der zu erwartenden Schülerzahlen dringend erforderlichen. Diese sprechen eine deutliche Sprache. In der Schulnetzplanung von 2012 war die Heinrich-Zille-Schule als zweizügige Einrichtung ausgewiesen. Also mit zwei Klassen pro Jahrgang. Für 2021 wurden 305 Schüler prognostiziert. Tatsächlich sind es inzwischen bereits fast 400.

Nicht zuletzt soll die Investition so erfolgen, dass sie, anders als das erst 2007 fertiggestellt WTH-Gebäude, die nächsten Jahrzehnte Bestand hat und den Erfordernissen genügt.

Entsprechend engagiert waren und sind alle Beteiligten bei der Sache. Nach zunächst fünf Varianten, die das Planungsbüro im Februar den Stadträten vorgestellt hatte, lagen diesen am Ende elf Varianten zur Entscheidung vor. Weitere Ideen, wo und wie neu gebaut werden soll, kamen dabei nicht nur von den Planern. Auch einzelne Stadträte und nicht zuletzt die Lehrer, als die künftigen Nutzer, steuerten ganz konkrete Vorschläge bei.

Eine Gemeinsamkeit hatten alle: den Erhalt des bestehenden Hauptgebäudes. Im Juni wurde dann schließlich nach nochmaliger und auch kontroverser Diskussion eine Entscheidung getroffen. Diese sieht vor, dass an der süd-östlichen Seite des Haupthauses, dort wo sich jetzt die Feuertreppe befindet, ein Kopfbau angesetzt wird. Der soll, wie das Bestandsgebäude, viergeschossig sein: Unter- sowie Erdgeschoss und zwei Stockwerke.

Auf der gegenüberliegenden Seite, zwischen dem Haupthaus und der alten, denkmalgeschützten Turnhalle, soll ein neuer Verbinderbau entstehen. In diesem soll auch der mit geplante Aufzug eingebaut werden. Das neue Gebäude wird aber nicht nur die beiden bestehenden verbinden, sondern auch einen weiteren Neubau in das Ensemble mit einbinden - die künftige Sporthalle, die den heutigen Anforderungen entspricht. Sie kommt an die hintere Giebelseite der alten Sporthalle, die zur Mensa umgebaut wird.

Abgerissen werden müssen dafür nicht nur der jetzige Verbindungsbau und der Schulclub Zille-Bunker, sondern auch das 13 Jahre alte WTH-Gebäude. Aus der ULR-Fraktion hatte es bis zuletzt Versuche gegeben, dieses zu erhalten. Aufgrund seines Zustandes wären allerdings für die weitere Nutzung erhebliche Sanierungsarbeiten notwendig.

In der jüngsten Stadtratssitzung mussten nun noch einige Änderungen beschlossen werden. Die Denkmalbehörde hatte sich dagegen ausgesprochen, dass der neue Verbinderbau ebenfalls viergeschossig wird. Dadurch würde die Fassade der alten Sporthalle kaum noch zur Geltung kommen und das historische Gebäude gewissermaßen erdrückt werden. Gebaut wird nun mit einem Geschoss weniger.

Damit geht allerdings benötigter Platz verloren. Daher wird nun über der Sporthalle noch eine komplette Etage entstehen. Ursprünglich sollte die Halle nur teilweise mit Unterrichtsräumen überbaut werden. Der Kopfbau wird dafür vom Grundriss her etwas kleiner, sodass pro Etage genau drei Räume hineinpassen.

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