merken
PLUS Radebeul

Augustusweg wird breiter

In Höhe der Villa Sorgenfrei gibt es in Radebeul künftig für Kraftfahrer und Fußgänger mehr Platz. Was ist mit den Radfahrern?

Sowohl die Fahrbahn als auch die Fußwege befinden sich auf dem Augustusweg zwischen Eduard-Bilz-Straße und Bennostraße in einem baulich schlechten Zustand
Sowohl die Fahrbahn als auch die Fußwege befinden sich auf dem Augustusweg zwischen Eduard-Bilz-Straße und Bennostraße in einem baulich schlechten Zustand © Arvid Müller

Radebeul. Der Augustusweg in Radebeul bekommt im Abschnitt zwischen Eduard-Bilz-Straße und Bennostraße eine breitere Fahrbahn. 6,50 Meter im Querschnitt stehen künftig Kraftfahrern zur Verfügung. Der Stadtentwicklungsausschuss hat auf seiner jüngsten Sitzung die Details zur weiteren Planung beschlossen.

Familie und Kinder
Familienzeit auf sächsische.de
Familienzeit auf sächsische.de

Sie suchen eine Freizeitplanung oder Erziehungsrat? Wir unterstützen Sie mit Neuigkeiten sowie Tipps und Tricks Ihren Familienalltag zu versüßen.

Der Straßenzug in Höhe von Villa Sommer und Sorgenfrei ist in einem desolaten Zustand. Da die Wasser Abwasser Betriebsgesellschaft Radebeul Coswig GmbH (WAB R+C) den Bau eines neuen Mischwasserkanals und die Erneuerung der Trinkwasserleitungen plant, will die Stadt in dem Zug auch den Straßenabschnitt auf Vordermann bringen. Zwei Varianten standen zur Auswahl. Die Ausschussmitglieder folgten der Empfehlung der Verwaltung. Durch das Verbreitern der Fahrbahn von jetzt 5,70 Meter auf 6,50 Meter können an einem Seitenstreifen Autos geparkt werden und zwei entgegenkommende Pkws haben dennoch Platz, mit Tempo 30 aneinander vorbeizufahren, ohne zu kollidieren. Zudem werden die Fußwege breiter angelegt, da das bislang überbreite Gerinne an beiden Fahrbahnrändern wegfällt.

Bürger schlägt Fußgängerüberweg vor

Wegen der grundhaften Sanierung müssen die Straßenbäume in dem Abschnitt gefällt werden. Als Ersatz lässt die Lößnitzstadt 22 neue Gehölze pflanzen. Rund 350.000 Euro betragen die Baukosten. Ein Bautermin steht noch nicht fest.

Im Vorfeld des nun erfolgten Baubeschlusses führte die Stadtverwaltung eine Bürgerbeteiligung durch. Eine Stellungnahme traf im Rathaus ein. Der Bürger regte das Anordnen eines Fußgängerüberweges an. Zudem fragte er an, ob nicht auch Radfahrstreifen auf der Fahrbahn markiert werden könnten. Zu beiden Ansinnen nahm die Verwaltung wie folgt Stellung: "Ein Fußgängerüberweg ist aufgrund der geringen Verkehrs- und Fußgängerstärken aktuell nicht erforderlich." Es liegen auch keine Hinweise zu einer erhöhten Gefährdung von Passanten vor.

Das Anordnen eines Radfahrstreifens sei aufgrund des zur Verfügung stehenden Verkehrsraums nicht möglich. "Die Verkehrsstärke ist sehr gering, die zulässige Höchstgeschwindigkeit beträgt 30 km/h, sodass eine Benutzung der Fahrbahn für Radfahrer geeignet ist", heißt es aus dem Rathaus.

Mehr zum Thema Radebeul