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Bauverbot an der Fabrikstraße erneut verlängert

Mit einem Bebauungsplan sollen Wohnhäuser neben dem Gewerbegebiet in Radebeul-West verhindert werden. Für das Aufstellen ist mehr Zeit vonnöten.

Auf dem Grundstück darf vorerst nicht gebaut werden.
Auf dem Grundstück darf vorerst nicht gebaut werden. © Arvid Müller

Radebeul. Ein weiteres Mal hat der Radebeuler Stadtrat das Bauverbot über das verwilderte Grundstück zwischen Fabrikstraße und Uferstraße gegenüber dem Netto-Supermarkt verlängert. Dort wollte im Jahr 2018 ein Investor mehrere Wohnhäuser platzieren. Doch nach Protesten der an der Fabrikstraße ansässigen Gewerbetreibenden möchte die Stadt das einstige Bauland für Wohnhäuser in einen Gewerbestandort verwandeln. Dazu ist ein Bebauungsplan in Arbeit.

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Das Aufstellen des Plans mit der Nummer 92 nimmt jedoch mehr Zeit in Anspruch als gedacht. So dauert unter anderem das Auswerten der Stellungnahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung aus dem vorigen Jahr länger. Außerdem mussten einige Änderungen vorgenommen und Gutachten erstellt werden. „Zu dem Umfang und der rechtlichen Schwierigkeit des Planverfahrens trat noch die Corona-Pandemie, einschließlich der damit verbundenen Einschränkungen, als unvorhersehbares Ereignis hinzu, das in ungewöhnlichem Maße personelle Auswirkungen und somit auch Auswirkungen auf das Planverfahren hatte“, heißt es als Begründung vonseiten der Verwaltung.

Erst im vorigen Jahr wurde die sogenannte Veränderungssperre bis Ende dieses Jahres verlängert. Nun gilt sie weitere zwölf Monate.

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