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Bauverbot an der Fabrikstraße verlängert

Mit einem Bebauungsplan soll der Bau von Wohnhäusern neben dem Gewerbegebiet verhindert werden. Für das Aufstellen ist mehr Zeit vonnöten.

Auf dem Grundstück darf vorläufig nicht gebaut werden.
Auf dem Grundstück darf vorläufig nicht gebaut werden. © Arvid Müller

Radebeul. Der Radebeuler Stadtrat hat auf seiner jüngsten Sitzung eine sogenannte Veränderungssperre für eine rund 30.000 Quadratmeter große Fläche an der Fabrikstraße im Westen der Stadt um ein weiteres Jahr verlängert. Damit sind bis Ende 2021 jegliche Bauvorhaben auf dem Areal untersagt. Für den Bereich, der im Norden an die Fabrikstraße, im Süden an die Uferstraße, im Osten an eine Kleingartensiedlung und die Firma Hasse grenzt sowie im Westen bis Höhe Emil-Schüller-Straße reicht, läuft derzeit ein Bebauungsplanverfahren. Die Stadt möchte dort künftig nur sogenanntes nichtstörendes Gewerbe, sprich Betriebe oder Unternehmen, die keinen Krach erzeugen, zulassen.

Im Sommer 2018 wurde über das Grundstück hitzig im Stadtrat diskutiert. Dort wollte ein Investor neun dreigeschossige Mehrfamilienhäuser mit Drei- und Vierraumwohnungen und vier Doppelhäuser bauen. Doch Unternehmen entlang der Fabrikstraße fürchteten um ihre Existenz, wenn die Wohnbebauung immer näher an ihre Firmensitze heranrückt. Sie erwarteten Ärger bezüglich Lärmschutz sowie daraus folgende Vorgaben, die ihre Tätigkeit einschränken. Die Mehrheit der Räte entschied daraufhin, das Areal von einer Wohn- in eine Gewerbefläche umzuwandeln, und verhängte ein zweijähriges Bauverbot, das ab 1. Januar 2019 galt und Ende dieses Jahres ausläuft.

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Der Bebauungsplan hat die Nummer 92. Im Rahmen des Aufstellungsverfahrens lag der Entwurf öffentlich aus. Daraufhin sind zahlreiche Stellungnahmen von Bürgern und Behörden im Rathaus eingegangen, die einer sehr sorgfältigen Prüfung bedürfen, informiert die Stadtverwaltung.

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