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Präsenzunterricht trifft auf Bau-Endspurt

In Sachsen sollen die Mädchen und Jungen ab Montag in die Grundschulen zurückkehren können. In der Radeburger wird noch gebaut.

Die letzten Arbeiten zur Sanierung des Wasserschadens in der Radeburger Grundschule laufen auf Hochtouren.
Die letzten Arbeiten zur Sanierung des Wasserschadens in der Radeburger Grundschule laufen auf Hochtouren. © Arvid Müller

Radeburg. Nach acht Wochen Corona-Zwangspause und Ferien werden in Sachsen Grundschulen und Kindertageseinrichtungen ab 15. Februar im eingeschränkten Regelbetrieb wieder öffnen. Das hat am Dienstag das Kultusministerium mitgeteilt.

Für die Grundschüler soll dabei die Schulbesuchspflicht aufgehoben werden. Eltern können damit selbst entscheiden, ob sie ihre Kinder zur Schule schicken. „Im Interesse der Kinder und auch der Familien haben wir uns zu diesem Schritt entschlossen. Wir gehen vorsichtig den nächsten Schritt, müssen aber die Infektionszahlen weiterhin im Blick behalten. Sollte das Infektionsgeschehen wieder zunehmen, können Bildungseinrichtungen auch wieder geschlossen werden“, machte Kultusminister Christian Piwarz deutlich.

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Eingeschränkter Regelbetrieb für Grundschulen bedeutet die strikte Trennung von Klassen mit festen Bezugspersonen. Die Kinder sollen auch außerhalb der Gruppen- und Klassenräume auf dem Gelände der Einrichtung nicht aufeinandertreffen.

Zeitplan wird eingehalten

In der Grundschule auf dem Meißner Berg sorgt das für eine zusätzliche Herausforderung. Denn dort fällt die De-facto-Rückkehr zum Präsenzunterricht mit dem Endspurt der Bauarbeiten zur Beseitigung eines großen Schadens am Heizungssystem zusammen. Diese sollen planmäßig abgeschlossen werden, bestätigte am Mittwoch Radeburgs Bürgermeisterin Michaela Ritter (parteilos). Und das trotz eines erheblichen Mehraufwandes, der beim Start im Juni vergangenen Jahres nicht absehbar gewesen sei. Auch Schulleiter Thomas Damme sagte: „Ich gehe davon aus, dass am 28. Februar Schicht im Schacht ist. Vielleicht von ein paar kleinen Malerarbeiten abgesehen.“

Zwei der insgesamt drei Bauabschnitte sind abgeschlossen. Gearbeitet wird jetzt nur noch im Eingangsbereich und dem Gang des als Speisesaal und Aula genutzten Multifunktionsraums. Dort werden gerade die restlichen Deckenverkleidungen angebracht und der Fußboden fertiggestellt. Eine provisorische Trennwand hält dabei entstehenden Staub zurück. Die Container, in denen neben dem Hortgebäude Interimsunterrichtsräume zur Verfügung standen, sind fast leer geräumt. Sie werden jetzt nicht mehr benötigt.

Die Container mit den Interimsklassenzimmern sind fast leergeräumt. Sie werden nicht mehr benötigt.
Die Container mit den Interimsklassenzimmern sind fast leergeräumt. Sie werden nicht mehr benötigt. © Arvid Müller

Und wie wird unter Corona-Bedingungen ab Montag der Unterricht organisiert? „Wir werden wieder das strikte Klassenlehrerprinzip einführen, sodass eine Klasse im Prinzip nur von einem Lehrer unterrichtet wird“, sagt der Schulleiter. So sei der Unterricht im Frühjahr 2020 schon einmal gelaufen. „Obwohl nicht gefordert, hatten wir ihn zudem im Herbst bei den steigenden Inzidenzwerten schon wieder eingeführt.“

Eine Herausforderung werde dagegen, die Essenszeiten für die rund 350 Kinder im Speisesaal zu entzerren. Denn auch dort sollen sich die Schüler ja nicht begegnen.

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Während die Notbetreuung in den vergangenen Wochen von fast 40 Kindern in Anspruch genommen wurde, geht Thomas Damme davon aus, dass trotz der ausgesetzten Präsenzpflicht ab Montag die meisten Schüler wieder in die Schule kommen werden. „Für einen parallelen Digitalunterricht neben dem Präsenzunterricht reicht auch das Personal nicht.“ In diesen Fällen müsse dann analog mit Arbeitsblättern gearbeitet werden.

Der Schulleiter weist darauf hin, dass Eltern ihre Kinder trotz der fehlenden Präsenzpflicht abmelden müssen, wenn diese nicht in der Schule erscheinen. „Denn wir sind weiter in der Kontrollpflicht.“

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