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Edeka-Azubis bauen eigenen Wein an

Die Lehrlinge der Supermärkte von John Scheller lernen nicht nur verkaufen, sondern auch wie regionale Produkte in Radebeul entstehen.

Im Weingut Drei Herren füllten Azubi Kevin Grune (v.l.n.r.) mit Kellermeister Jacob Wiedemann und Edeka-Marktinhaber John Scheller den Wein in Flaschen ab.
Im Weingut Drei Herren füllten Azubi Kevin Grune (v.l.n.r.) mit Kellermeister Jacob Wiedemann und Edeka-Marktinhaber John Scheller den Wein in Flaschen ab. © Arvid Müller

Radebeul. Ab in den Weinberg hieß es für die Auszubildenden der Edeka-Märkte des Radebeulers John Scheller. Vom Rebschnitt über Pflege und Kellerarbeiten bis hin zur Lese arbeiteten die 25 jungen Leute in den zurückliegenden Monaten neben ihrer Ausbildung in Theorie und Praxis auf dem Weingut Drei Herren. Am Dienstag füllten sie das Ergebnis ihrer Arbeit als Winzer in Flaschen ab. Nach einer Ruhephase von rund sechs Wochen bieten sie die rund 1.600 Flaschen als Sonderedition in den vier Scheller-Edeka-Märkten in Dresden, Großenhain und Radeberg an.

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Bei Kaufmann John Scheller wird es immer mehr zur Tradition, dass seine Auszubildenden eigene Produkte kreieren. „Sie sind früher schon zweimal im Jahr zu den Produzenten gegangen“, berichtet der Supermarkt-Inhaber. Dabei entstand die Idee, dass seine Lehrlinge zu Verkäufer sowie Einzelhandelskauffrau beziehungsweise -mann etwas Eigenes herstellen. Nach Bier in der Großröhrsdorfer Brauerei und Saft in der Kelterei Oese in Ottendorf-Okrilla war nun Wein an der Reihe. Zu den Winzern von Drei Herren pflegt Scheller schon länger gute Beziehungen. Und so überließen diese eine Rebfläche in der Premiumweinlage Goldener Wagen seinen Azubis.

Anstrengende Arbeit

„Eine Weinlese ist nicht ohne“, erinnert sich Lehrling Kevin Grune. Die Sonne brannte und in der Steillage mussten nicht nur die Trauben per Hand geerntet, sondern mit Muskelkraft auch die vollen Körbe und Bottiche aus dem Weinberg hinaus getragen werden. „Das war anstrengend“, sagt der 27-Jährige, der dennoch auf die Lese gern zurückblickt. Denn bei ihr waren im vorigen Herbst alle Azubis im Weinberg versammelt, und es blieb trotz aller Mühen Zeit, einander kennenzulernen. Beim Abfüllen packte Grune wieder mit an.

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Nun muss der Wein erst einmal liegen und in den Flaschen zur Ruhe kommen. Bevor diese in den Verkauf gelangen, werden sie noch etikettiert. Auf dem Etikett werden alle Auszubildenden zu sehen sein, die im Weinberg mitgearbeitet haben. Zudem steht eine Qualitätsprüfung an. 16,99 Euro kostet eine Flasche der Sonderedition. Bei einer einmaligen Sache soll es nicht bleiben. Auch die nachfolgenden Azubi-Generationen werden unter die Weinbauer gehen, kündigt Scheller an.

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