merken
PLUS Radebeul

Hochwasserscheitel der Elbe ist durch

Radebeul und Meißen hat die Welle des vorläufigen Hochwassers bis Sonntagmorgen passiert. In Riesa war das im Laufe des Sonntags.

Die Dampferanlagestelle in Radebeul. Von Montag auf Dienstag wird der Pegel wieder unter die erste Alarmstufe vier Meter sinken.
Die Dampferanlagestelle in Radebeul. Von Montag auf Dienstag wird der Pegel wieder unter die erste Alarmstufe vier Meter sinken. © Peter Redlich

Radebeul/Meißen/Riesa. Bis zum späten Samstagabend ist der Elbepegel auf über 4,50 Meter geklettert. Der Höchststand Pegel Dresden hatte 4,61 Meter erreicht. Bis Mitternacht von Samstag auf Sonntag ging es Zentimeter für Zentimeter wieder zurück. Allerdings bleibt der Pegelstand noch bis zum Montag innerhalb der ersten Alarmstufe - gilt ab vier Meter in Dresden.

Für den Anstieg waren das Tauwetter und leichter Regen die Ursache. Nebenflüsse der Elbe führten mehr Wasser in den Hauptfluss. Vor allem aber kam mehr Wasser aus dem böhmischen Mittelgebirge, wo derzeit reichlich Schnee liegt.

Anzeige
Riesa im Shopping-Glück
Riesa im Shopping-Glück

Click-and-Collect in der Elbgalerie Riesa - hier wächst und gedeiht die Freude auf einen neuen Einkaufs-Frühling!

Weiterführende Artikel

Wie die Luftqualität im Elbtal ist

Wie die Luftqualität im Elbtal ist

Corona hat manches verbessert, aber nicht alles. In der Messzentrale Radebeul-Wahnsdorf wird jetzt auch Ruß festgestellt.

Droht jetzt das große Winterhochwasser?

Droht jetzt das große Winterhochwasser?

Die Hydrologen in Sachsen und Tschechien haben Berechnungsmodelle. Die Talsperrenverwaltung rüstet sich.

Elbepegel klettert Richtung Alarmstufe 1

Elbepegel klettert Richtung Alarmstufe 1

Bis zum Wochenende gibt es Tauwetter. Entscheidend für Hochwasser ist die Situation hinter der Grenze zu Böhmen.

Mit dem Absinken der Temperaturen unter null Grad wurde der Tauprozess gestoppt. Dies wird sich entlang der Elbe auch kommende Woche kaum ändern. Von Montag auf Dienstag wird wohl die Grenze der ersten Alarmstufe wieder unterschritten. Die Hochwassergefahr nimmt jedoch nicht ab. Zwei Tage Regen auf den Schnee können die Flüsse von Moldau und Elbe schnell anschwellen lassen.

Derzeit fließen in der Sekunde über 1.000 Kubikmeter Wasser elbabwärts. Bei den letzten Jahrhunderthochwassern war es etwa das Vierfache. Die übliche Abflussmenge liegt zwischen 200 und 300 Kubikmetern.

Schilder vor den Elbdeichen in Radebeul (Foto), Meißen und Riesa warnen Spaziergänger davor, zu dicht ans Wasser in die Elbwiesen zu gehen.
Schilder vor den Elbdeichen in Radebeul (Foto), Meißen und Riesa warnen Spaziergänger davor, zu dicht ans Wasser in die Elbwiesen zu gehen. © Peter Redlich

Mehr zum Thema Radebeul