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Fantastisch beflügelte Bilderlandschaften im Weinbaumuseum Radebeul

Die wundervolle Deckenmalerei im historischen Festsaal trifft auf moderne, fabulierfreudige Werke der Künstlerin Irene Wieland in der Jubiläumsausstellung „Paradies“ im Weinbaumuseum Hoflößnitz.

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In der Ausstellung "Paradies" im Festsaal des Berg- und Lusthauses sind mehr als 20 großformatige Arbeiten aus schwarzem und rotem Samt von Irene Wieland zu sehen.
In der Ausstellung "Paradies" im Festsaal des Berg- und Lusthauses sind mehr als 20 großformatige Arbeiten aus schwarzem und rotem Samt von Irene Wieland zu sehen. © Daniel Schäfer

Von Lilli Vostry

Radebeul. Er trägt ein edles, braungolden und perlmutt schimmerndes Federkleid mit braunen Tupfen und stattlichen schwarzen Schwingen. Auf seinem Schopf ragen spitze Hörner, der Blick ist stolz, majestätisch und schnittig wie der Schnabel. Eine Kralle auf dem Ast galant angehoben, schaut der Prachthaubenadler in die Welt.

Dieser König der Lüfte tummelt sich mit einer Vielzahl anderer wundervoller, farbenprächtiger und seltener Vögel auf den Deckengemälden im historischen Festsaal des Weingutschlösschens Hoflößnitz. Er ziert außerdem das Titelbild der derzeitigen Jubiläumsausstellung „Paradies“ anlässlich des Jubiläums 100 Jahre Weinbaumuseum, in deren Mittelpunkt die außergewöhnlichen, gefiederten Wesen stehen.

Zu sehen sind sie zusammen mit den filigranen, frei fabulierenden, kontrastierenden und ebenso zauberhaften Scherenschnitten, der in Radebeul lebenden Künstlerin Irene Wieland, und erstmals wieder öffentlich gezeigten, kostbaren Vogelpräparaten aus den Senckenberg Naturhistorischen Sammlungen in Dresden in drei Vitrinen im großen Festsaal. Mit der von ihr eigens für diesen Raum gestalteten Wandinstallation zum Museumsjubiläum öffnet sich das historische Bildensemble im Saal erstmals für eine Begegnung mit zeitgenössischer Kunst.

In den Räumen im Bergverwalterhaus in paradiesischer Umgebung der Weinberge zeigt sie außerdem farbenfrohe Malerei, Federzeichnungen auf Japanpapier, keramische Plastik und Skulpturen aus Aluminium drinnen und auf der Wiese, inspiriert von den historischen Vorlagen der „Vogeldecke“ im Festsaal, wie sie im Volksmund genannt wird. 1924 wurde das „Heimathaus Hoflößnitz“ in Radebeul eröffnet, dessen größter Schatz die weitgehend original erhaltene künstlerische Wand- und Deckengestaltung aus dem 17. Jahrhundert in den fünf Räumen im Obergeschoss ist.

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