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Freies Gymnasium Weinböhla startet

Am 7. Oktober wird die neue Schule offiziell gegründet. Im kommenden Jahr, am 1. August, soll der Unterricht beginnen.

Ein Schulgebäude für 420 Schüler und dazu eine Drei-Feld-Sporthalle - so soll das Gymnasium an der Köhlerstraße einmal werden, sagt Schulleiter Florian Foltin.
Ein Schulgebäude für 420 Schüler und dazu eine Drei-Feld-Sporthalle - so soll das Gymnasium an der Köhlerstraße einmal werden, sagt Schulleiter Florian Foltin. © Rahn Education

Weinböhla. Wir haben am 7. Oktober den ersten Informationsabend, wo wir die Schule auch gründen werden.“ Das sagt Florian Foltin, der das zweizügige Freie Gymnasium Weinböhla ab kommenden Schuljahr leiten wird. Denn ab 1. August kommenden Jahres soll der Schulbetrieb mit zwei fünften Klassen an der Köhlerstraße aufgenommen werden. Nicht, wie ursprünglich geplant, in der dortigen Grundschule, sondern in einer Form, die Florian Foltin den Eltern an diesem Mittwoch vorstellen wird.

„Ein staatliches Gymnasium kann laut Gesetz erst ab drei Klassenzügen errichtet werden. Das Schulamt des Landkreises Meißen hat erklärt, dass der Bedarf für zwei zusätzliche Klassenzüge besteht, sieht aber derzeit keine Möglichkeit, dass eines der bestehenden Gymnasien durch einen Erweiterungsbau zwei weitere Klassenzüge aufnehmen könnte“, erklärt Weinböhlas Bürgermeister Siegfried Zenker (CDU). Und: „Wir sind sehr froh, dass der Schulträger Rahn Education zu seinem Wort steht und das Gymnasium zum Schuljahr 2021/22 auch ans Netz gehen wird.“

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Dass dies am künftigen Standort des Gymnasiums, an der Köhlerstraße, geschehen wird, kann man als symbolische Besetzung des Ortes sehen, nach dem Motto: Wir kommen auf jeden Fall. Siegfried Zenker verweist noch auf einen übergreifenden Gesichtspunkt: „Ich freue mich, dass unsere Schullandschaft durch den kleinen Farbtupfer des Freien Gymnasiums Weinböhla bereichert werden wird. Es wird sich in das plurale Schulsystem, das es im Landkreis Meißen ja schon gibt, einordnen.“

 Immerhin gäbe es mit der Freien Werkschule in Meißen, der evangelischen Grundschule und Oberschule in Coswig, der evangelischen Grundschule in Radebeul, der Freinet-Schule in Reichenberg und der evangelische Oberschule in Klipphausen schon jetzt ein breites Angebot von freien Trägern geführten Schulen im Kreis. Da füge sich das Gymnasium Weinböhla ein.

Dessen künftiger Schulleiter, Florian Foltin, wird, wenn das Gymnasium im kommenden August in das Schuljahr 2021/22 startet, 34 Jahre alt sein. Er ist in Sachsen-Anhalt geboren, in Dessau, in der Bauhaus-Stadt. Dort hat er auch sein Abitur abgelegt, danach ging er an die Universität Halle. 

„Dort habe ich Sport und Geschichte auf Lehramt Gymnasium studiert. Nach dem Referendariat, wiederum in Dessau, bin ich an die Rahn Education nach Leipzig gegangen, wo ich seit 2016 als Sport- und Geschichtslehrer tätig bin.“ Und nun soll er gleich Direktor des Gymnasiums Weinböhla sein, das einmal 420 Schülern Platz bieten wird? „Wir fangen ja erst einmal klein an, mit zwei fünften Klassen.“

Wie er überhaupt nach Weinböhla gekommen ist, lautet die Frage. „Zu Weinböhla bin ich wie die Jungfrau zum Kind gekommen. Ich wurde seitens Rahn Education angefragt, ob ich die Außensportanlagen für die neue Schule konzipieren könnte. Ich habe Ja gesagt, das war eine spannende Aufgabe. In den Gesprächen darüber wurde dann die Frage gestellt, ob ich es mir nicht zutrauen würde, das Gymnasium zu führen. Ich habe wieder Ja gesagt, und konnte mich am Ende in den Bewerbungsverfahren durchsetzen.“

Auf die Frage nach dem pädagogischen Konzept des künftigen Gymnasiums erklärt Florian Foltin: „Wir wollen unsere Schüler zu Weltoffenheit, zu Respekt und Toleranz erziehen und Demokratiebewusstsein entwickeln.“ 

Für Weltoffenheit brauche man intensiven Sprachunterricht, um andere Kulturen zu verstehen. Aus diesem Grund wird es in Weinböhla ein sprachliches Profil geben. Hinzukommt als zweites Profil ein sportliches. „Da gehen wir einen anderen Weg als der Freistaat, der den Sportunterricht immer mehr reduziert. Wir sagen, das ist nicht der richtige Weg. Wir wollen eine ganzheitliche Entwicklung für die Schüler, da gehört auch die physische Ausbildung dazu.“

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