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Friedhofstraße bleibt Einbahnstraße

Seit Mai dieses Jahres dürfen dort Fahrzeuge ab der Serkowitzer Straße nur noch in Richtung Norden rollen. Diese Regelung wird nicht geändert.

Wie im Oktober vor zwei Jahren kam es auf der Kreuzung Serkowitzer/Friedhofstraße immer wieder zu schweren Unfällen.
Wie im Oktober vor zwei Jahren kam es auf der Kreuzung Serkowitzer/Friedhofstraße immer wieder zu schweren Unfällen. © Archiv Roland Halkasch

Radebeul. Für viele Radebeuler Kraftfahrer war die Friedhofstraße eine beliebte Strecke, schnell und direkt von der Meißner zur Kötzschenbrodaer Straße zu gelangen. Doch seit Anfang Mai dieses Jahres müssen sie eine Umleitung über die Kreuzung Serkowitzer/Wasastraße nehmen. Denn die Stadt hat auf der Friedhofstraße eine Einbahnstraßenregelung im Abschnitt zwischen Serkowitzer und Paul-Gerhardt-Straße von Süd nach Nord eingeführt.

„Der Umweg ist rund 600 Meter lang“, merkte Unternehmer Dirk Bähr auf der Stadtratssitzung am Mittwochabend an. Er betreibt einen Cateringservice. Um Speisen zu den Kunden zu bringen, nutzt seine Firma die Strecke zwischen Meißner und Kötzschenbrodaer Straße mit zwei Fahrzeugen oft. Bähr hat einmal ausgerechnet, was die nun längere Fahrt für eine Umweltbelastung zur Folge hat. Der Ausstoß von Kohlendioxid erhöhe sich um 8,7 Kilogramm im Monat beziehungsweise 104,4 Kilogramm im Jahr. Durch die 600 Meter Umweg verbrauche seine Firma 57 Liter Benzin jährlich zusätzlich. 

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Den Sinn dieser Einbahnstraßenregelung kann Bähr nicht verstehen. In der Einwohnerfragestunde wollte er von der Stadt wissen, ob diese Regelung wieder aufgehoben wird. Bis Anfang Mai durften Fahrzeuge in dem Abschnitt der Friedhofstraße noch in beide Richtungen fahren.

Oberbürgermeister Bert Wendsche (parteilos) konnte mit seiner Antwort Bähr und anderen Kraftfahrern keine Hoffnung machen, dass die Einbahnstraßenregelung wieder geändert wird. „Die Anordnung erfolgte aus Gründen der Verkehrssicherheit“, sagte das Stadtoberhaupt. Auf der Kreuzung von Serkowitzer und Friedhofstraße kam es immer wieder zu Unfällen nicht nur mit Sachschäden, sondern auch Verletzten. Der Kreuzungsbereich hat sich in den zurückliegenden Jahren zu einem Unfallschwerpunkt entwickelt, weil unter anderem durch die Friedhofsmauer von der Friedhofstraße aus die Serkowitzer Straße nur schwer einsehbar ist.

Eine Umgestaltung der Kreuzung sei wegen der Mauer nicht möglich, um mehr Sichtfeld zu schaffen, so der OB. Seit Fahrzeuge nur noch von der Serkowitzer Straße aus in die Friedhofstraße in Richtung Norden einbiegen dürfen, hat sich zudem kein Unfall mehr an der Stelle ereignet. Deshalb bleibt die Einbahnstraßenregelung weiter bestehen.

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