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Goldschmiedin wechselt den Laden in West

Annette Lührs verlässt mit ihrer Werkstatt die Bahnhofstraße in Radebeul. Dem Stadtteil bleibt sie aber treu. Ihr neuer Standort ist keine 300 Meter entfernt.

Von Silvio Kuhnert
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Auch der Schraubstock auf der Kiste muss mit. Goldschmiedin Annette Lührs zieht in Radebeul-West mit ihrer Werkstatt und dem Geschäft nordwärts.
Auch der Schraubstock auf der Kiste muss mit. Goldschmiedin Annette Lührs zieht in Radebeul-West mit ihrer Werkstatt und dem Geschäft nordwärts. © Arvid Müller

Radebeul. Auf der Bahnhofstraße in Radebeul-West gibt es bei den Gewerbetreibenden auch am Jahresende Bewegung. Nachdem im Herbst bereits das Ärztehaus und die Apotheke am Westbahnhof, seit 1. November 2021 Apotheke Radebeul-West, in den Neubau an der Güterhofstraße gezogen sind, verlässt nun auch Goldschmiedin Annette Lührs ihr Ladengeschäft mit Werkstatt im mittleren Abschnitt der Bahnhofstraße.

Seit Montag dieser Woche werden Kisten gepackt. Sogar ein Laster mit Kran rückte an. Der Greifarm passte gerade so durch die Tür. Mit ihm wurde der 89 Kilo schwere Tresor aus dem Geschäft in der Hausnummer 18 gehievt. "Das war das schwerste Teil", berichtet Lührs. Am Mittwoch folgte mit dem Werktisch das sperrigste Möbelstück. Der Transport führt nicht weit. Es geht die Bahnhofstraße in Richtung Norden hinauf, über die Meißner Straße und gleich hinter dem Kreuzungsbereich müssen ihre Umzugshelfer schon mit dem Transporter bremsen. Denn zwischen dem alten und dem neuen Domizil liegen rund 280 Meter. "Das hat mir Google gesagt", berichtet Lührs.

Seit über neun Jahren in Radebeul-West

Die Goldschmiedemeisterin zieht in die Moritzburger Straße 2 um. In dem Gebäude wird sie gleich rechts neben Tretmühle und Raumausstattung Rau künftig ihr Geschäft haben. "Ich wollte eine Veränderung", sagt Lührs, während sie weitere Kisten packt. An einer bereits freigeräumten Wand platzt unten Farbe durch Feuchtigkeit ab.

Seit Oktober 2012 war die Herstellerin von Ohr-, Hals- und Handschmuck in der Bahnhofstraße 18 ansässig. Damals verschlug es die Norddeutsche, Jahrgang 1970, ins Elbtal. Ihr Mann stammt aus Dresden. Zuvor betrieb sie, wie es der Zufall will, ebenfalls fast zehn Jahre eine Schmuckwerkstatt im Rheinland bei Bonn.

Am neuen Standort geht es im neuen Jahr in alter Frische weiter, wie Lührs meint. Dort ist sie ab Januar in der Werkstatt tätig. Ihr Geschäft öffnet sie dann zum Ende des Monats zu den gewohnten Öffnungszeiten, Mittwoch bis Freitag von 9.30 bis 13 Uhr sowie von 14 bis 18 Uhr, Sonnabend von 9.30 bis 13 Uhr sowie nach telefonischer Vereinbarung. Auch Trauringkurse, bei denen Ehepaare ihre Ringe selber schmieden, bietet sie weiter an. Im Grunde bleibt das Konzept ihres Geschäftes weiterhin so bestehen, wie es jetzt ist. "Nur die Adresse ändert sich", sagt Lührs.

www.annette-luehrs.de