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PetzRewe will in Radeburg neu bauen

Fast 30 Jahre gibt es den Markt an der Großenhainer Straße. Jetzt plant das Unternehmen aus Wissen, diesen durch einen Neubau zu ersetzen.

Das Areal des Einkaufsmarktes an der Großenhainer Straße in Radeburg soll komplett neu gestaltet werden.
Das Areal des Einkaufsmarktes an der Großenhainer Straße in Radeburg soll komplett neu gestaltet werden. © Norbert Millauer

Radeburg. Für die Größe der Stadt ist Radeburg fast mehr als gut mit Einkaufsmärkten versorgt. Neben PetzRewe sind Netto, Aldi und Lidl vertreten. Und mit dem zuletzt neu gebauten DM gibt es nach dem Aus der ehemals sogar zwei Schleckerfilialen in der Zille-Stadt auch wieder einen Drogeriemarkt. Den hatten sich viele Radeburger gewünscht.

Während Lidl seinen Markt am Lindenplatz bereits komplett neu gebaut hat, will nun auch die PetzRewe GmbH an ihrem Standort am anderen Ende der Stadt nachziehen. Der Stadtrat hat dafür in seiner Sitzung im Januar die Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplanes beschlossen. Dieser umfasst eine deutlich größere Fläche als das bisherige Marktareal. Insgesamt rund 1,54 Hektar. Der Plan ist Voraussetzung für die vom Unternehmen gewünschte Neugestaltung des Standorts. Allerdings ist er keine Garantie, dass das Vorhaben auch tatsächlich wie geplant umgesetzt werden kann. Die Kosten und damit auch das Risiko trägt, wie in solchen Fällen üblich, der Antragsteller, also die PetzRewe GmbH.

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Auf SZ-Nachfrage teilte das Unternehmen aus Wissen in Rheinland-Pfalz mit, dass das 1993 eingeweihte Gebäude in Radeburg den heutigen Anforderungen in vielerlei Hinsicht nicht mehr gerecht werde. „Der neue Markt entspricht den Anforderungen an eine moderne Einkaufsstätte sowie an ein zukunftsfähiges energetisches Gesamtkonzept.“ Ins Detail - etwa ob es künftig breitere Gänge, niedrigere Regale oder größere Preisauszeichnungen an diesen geben wird - geht das Unternehmen derzeit noch nicht. Das sei zu diesem frühen Zeitpunkt noch nicht möglich, heißt es dazu in der Antwort. Geplant ist in jedem Fall, dass es wie bisher einen eingemieteten Bäcker geben wird.

Geplant sind neben einem neuen Gebäude mehr und breitere Parkplätze.
Geplant sind neben einem neuen Gebäude mehr und breitere Parkplätze. © Norbert Millauer

Aus den Unterlagen für den Bebauungsplan geht hervor, dass der neue Markt mit seiner Rückseite fast an der Straße Zur Kläranlage stehen soll. Damit wird der erweiterte Standort nicht nur deutlich besser strukturiert als jetzt, sondern der Neubau an dieser Stelle hat auch einen weiteren Vorteil: Das alte Gebäude kann zunächst stehen bleiben. „Wir planen, dass der jetzige Markt die gesamte Bauphase über geöffnet bleibt“, heißt es auf die Anfrage der SZ.

Wird sich die Verkaufsfläche mit dem Neubau vergrößern? „Das neue Gebäude wird nur geringfügig größer sein als das jetzige. Durch den neuen Grundriss wird der Markt aber deutlich großzügiger und komfortabler.“

Letzteres gilt übrigens auch für die Parkplätze. Wie es in der Antwort von PetzRewe dazu heißt, wird die Parkplatzanlage ebenfalls komplett neu angelegt. „Die Parkplätze werden dann deutlich breiter sein.“ Zudem soll es auch mehr Parkflächen geben.

Baustart derzeit noch offen

In der Regel werde für ein solches Projekt eine reine Bauzeit von etwa einem Jahr geplant, so das Unternehmen. Und wann geht es mit den Arbeiten los? „Zu dieser Frage können wir derzeit wegen der laufenden Genehmigungsverfahren noch keine Stellung nehmen“, so die Antwort.

Der erste Petz-Markt wurde 1968 in einem ehemaligen Baustofflager in Altenkirchen eingerichtet. Aufgrund des Erfolges entstanden in den Folgejahren dann weitere, nach der Grenzöffnung auch im Osten. Rewe stieg 1996 in die heutige PetzRewe GmbH mit ein. Aktuell gehören nach eigenen Angaben 35 Märkte zum Unternehmen. Im Durchschnitt mit rund 2.500 Quadratmetern Verkaufsfläche und einer Auswahl von über 30.000 Lebensmittel- und Non-Food-Artikeln.

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