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PLUS Radebeul

Hohes Plus durch Gewerbesteuer in Radebeul

Im Haushaltsjahr 2019 sind in Radebeul die Steuern besonders gut ins Stadtsäckel geflossen. Das sorgte für Millionenüberschuss.

Im Jahr 2019 floss die Gewerbesteuer in Radebeul noch üppig. Durch Corona ist das für 2020 und 2021 nicht zu erwarten.
Im Jahr 2019 floss die Gewerbesteuer in Radebeul noch üppig. Durch Corona ist das für 2020 und 2021 nicht zu erwarten. © Archiv/Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild

Radebeul. „Die fetten Jahre sind vorbei.“ Dieser Satz war auf der jüngsten Stadtratssitzung in Radebeul mehrmals zu hören. Er bezog sich auf den Abschlussbericht des Haushaltsjahres 2019. Im Gegensatz zu den meisten Kommunen im Freistaat Sachsen konnte Stadtkämmerin Kerstin Kramer schon jetzt die Bilanz vorlegen. Nach Verrechnen von Einnahmen und Ausgaben steht als ordentliches Ergebnis ein Plus von über 9,1 Millionen Euro. Nach Abzug der sogenannten Sonderposten wie Grundstücksverkäufe bleibt unter dem Strich ein Gesamtergebnis von fast 8,8 Millionen Euro stehen. Ursprünglich hatte die Finanzverwaltung 389.000 Euro geplant.

Kämmerin Kramer spricht von einem Ausreißerjahr. Denn 2019 flossen über 14,6 Millionen Euro an Gewerbesteuer sowie knapp 15,4 Millionen Euro an Einkommensteuer ins Stadtsäckel. Das waren fast 3,5 Millionen Euro beziehungsweise beinahe eine Million Euro mehr im Vergleich zum Vorjahr. „Beide Faktoren trugen zu dem positiven Ergebnis bei“, so Kramer. Mit Einnahmen von rund 36,7 Millionen Euro aus Steuern und ähnlichen Abgaben konnte die Lößnitzstadt im Jahr 2019 ihr Haushaltsvolumen zu 52 Prozent decken. Den Bärenanteil an den restlichen 48 Prozent machen Zuschüsse vom Freistaat wie die sogenannte Schlüsselzuweisung aus.

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Der Überschuss erlaubt es Verwaltung und Stadtrat allerdings nicht, nun aus den Vollen zu schöpfen. Denn durch die höhere Gewerbesteuer in 2019 musste die Stadt im Jahr 2020 mehr Geld an den Kreis Meißen überweisen. Zudem ist mit einem erheblichen Steuerrückgang durch die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie im vorigen und diesem Jahr zu rechnen. Deshalb fiel der Satz von den fetten Jahren. Denn solch hohe Gewerbesteuereinnahmen sind in nächster Zeit nicht zu erwarten.

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