Radebeul
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In die Mitte und wieder heraus

Auf dem Reichenberger Friedhof entsteht ein Labyrinth.

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Maren Lüdeking testet schon mal den Weg ins Labyrinth, das Ralf Helbig auf dem Reichenberger Friedhof anlegt.
Maren Lüdeking testet schon mal den Weg ins Labyrinth, das Ralf Helbig auf dem Reichenberger Friedhof anlegt. © Birgit Andert/Kirchspiel in der

Moritzburg. Ralf Helbig braucht nicht mehr als ein paar Sägespäne, einen Stock zum Messen, einen Becher und eine Anleitung für ein klassisches Labyrinth. Mit diesen wenigen Zutaten und einer guten Portion Zeit hat er am Montagnachmittag zusammen mit seiner Frau Gerlinde Ziegner und Sohn Clemens auf dem Reichenberger Friedhof ein begehbares Labyrinth entstehen lassen. Als Symbol für den Lebensweg lädt es zum Oasentag am kommenden Sonnabend dazu ein, sich in die Mitte zu begeben und still zu werden.

„Anders als im Irrgarten kann man sich im Labyrinth nicht verlaufen“, erklärt Maren Lüdeking, Pfarrerin für die Kirchgemeinden in Reichenberg und Moritzburg. „Das ist für mich ein schönes Symbol dafür, dass Gott uns zwar manchmal auf verschlungenen Wegen führt, aber nicht in die Irre gehen lässt, sondern bei uns bleibt.“

Bereits zum dritten Mal lädt die Kirchgemeinde Reichenberg in dem wunderschönen Ambiente von Kirchpark, Pfarrgarten und Friedhofsgelände zu einem Oasentag ein. „Es ist ein Tag zum Aufatmen, Pause machen, Kraft schöpfen, Gott begegnen, Schweigen“, sagt Maren Lüdeking. Los geht es um 10 Uhr an der Kirche in Reichenberg mit einem Impuls für den Tag, den Abschluss bildet um 16 Uhr ein Taizé-Gottesdienst in der Kirche. „Wir wollen mit diesem Tag dazu einladen, in die Stille zu kommen und innere Einkehr zu finden“, so die Pfarrerin.

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Verteilt über den Friedhof wird es Perlen des Glaubens geben, Taizé-Klänge in der Friedhofs-Kapelle, einen Kreativ-Raum im Gemeindehaus, den die Gemeindepädagogin Anne Ebers vorbereitet. Maren Lüdeking und Anja Funke, Pfarrerin in der Radebeuler Lutherkirche, bieten über den Tag verteilt seelsorgliche Gespräche an. „Wir haben es in unserer lauten und geschäftigen Zeit verlernt, still zu sein“, weiß die Oberland-Pfarrerin. „Deshalb wollen wir die Menschen, die zu uns kommen, dabei unterstützen und stärken.“ (SZ)

„Quelle und Brot in Wüstennot“, Oasentag am Sonnabend, 16. Juli, 10 bis 16 Uhr, Kirche und Pfarrgrundstück Reichenberg; bitte Picknick mitbringen, für Getränke ist gesorgt.