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Kein Imbiss im Trafoturm

AfD-Stadtrat Detlev Spangenberg regte an, aus dem Trafohäuschen in Radebeul-Ost einen Essensstand zu machen. Die Stadtverwaltung hat eine andere Idee.

An der Spitze des Trafoturms sind die Durchführungsisolatoren, von denen Freileitungen der Stromversorgung einst abgingen, noch gut zu erkennen.
An der Spitze des Trafoturms sind die Durchführungsisolatoren, von denen Freileitungen der Stromversorgung einst abgingen, noch gut zu erkennen. © Arvid Müller

Radebeul. Die einstige Transformationsstation an der Meißner Straße in Radebeul-Ost hat schon bessere Tage erlebt. Putz und Fassadenfarbe bröckeln. Auf den Dachziegeln sprießt Moos. Die Blechverkleidung an der Spitze des turmartigen Häuschens, daher auch Trafoturm genannt, rostet. AfD-Stadtrat Detlev Spangenberg wollte auf der ersten Sitzung des Bauausschusses in diesem Jahr von der Stadtverwaltung wissen, welche Pläne es gibt, das ehemalige Trafohäuschen neben dem Hotel- und Restaurant "Zu den Linden" wieder zu nutzen. "Kann ein Imbiss rein?", fragte Spangenberg nach.

Im nächsten Jahr möchte die Lößnitzstadt mit der Sanierung der Meißner Straße zwischen Gleisschleife in Ost und der Eduard-Bilz-Straße beginnen. Der Trafoturm befindet sich in dem Bauabschnitt und steht auf der platzartigen Kreuzung, an der August-Bebel-, Karl-Marx-, Einstein-, Zinzendorf- und Louisenstraße strahlenförmig beginnen. An seinem Standort ändert sich auch nichts durch den grundhaften Ausbau der Meißner Straße. "Das Trafohäuschen bleibt dort stehen. Es ist denkmalgeschützt und kann nicht verändert werden", sagte Stadtbauamtsleiter Jan Pötschke.

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Innenraum ist sehr beengt

Die Grundfläche des Innenraums sei nicht größer als ein Esstisch. "Das macht die Nutzungsmöglichkeiten sehr überschaubar", fuhr Pötschke fort. Für einen Imbiss ist der Innenraum zu klein. In der Stadtverwaltung gab es die Idee, darin ein öffentliches WC unterzubringen. "Wegen der Enge mussten wir den Gedanken wieder verwerfen", informierte Pötschke.

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