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Keine längere Grünphase für Fußgänger

Eine Stadträtin in Radebeul empfindet die Zeit, die zum Überqueren der Meißner Straße bleibt, als zu kurz. Sie regte eine Prüfung der Ampelschaltung an.

Das Ampelmännchen soll an der Fußgängerampel Höhe Ledenweg länger grün leuchten, wünscht sich Stadträtin Angela Zscheischler. Symbolfoto
Das Ampelmännchen soll an der Fußgängerampel Höhe Ledenweg länger grün leuchten, wünscht sich Stadträtin Angela Zscheischler. Symbolfoto © Sven Ellger

Radebeul. Zunächst müssen Fußgänger eine gefühlte Ewigkeit auf Grün warten, wenn sie die Ampel an der Meißner Straße in Höhe vom Ledenweg drücken. Und wenn sie die Hauptverkehrsader endlich überqueren dürfen, springt das Lichtsignal schon wieder auf Rot, obwohl die andere Straßenseite noch nicht erreicht wurde.

Auf dieses Problem hat Stadträtin Angela Zscheischler (Bürgerforum/Grüne/SPD) im Stadtparlament aufmerksam gemacht. Nach ihrer Schilderung sei die Grünphase der Ampel zu kurz. Sie habe dies selbst getestet und sei mit ihrem Enkel bei Grün nicht mal ganz über die Straße gekommen. „An dieser Ampel queren nicht nur viele Schüler, sondern auch ältere Leute die Straße. Die schaffen es dann gar nicht.“ Außerdem müsse man sehr lange auf Grün warten, wenn viel Verkehr auf der Meißner Straße rollt. Das verleite Kinder und Jugendliche dazu, die Straße auch bei Rot zu überqueren. Die Stadträtin regte an, dass die Verwaltung prüfen sollte, ob die Grünphase nicht länger und öfter geschaltet werden könnte.

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Jetzige Lösung ist ein Kompromiss

„An der Stelle müssen wir Fußgänger-, motorisierten und öffentlichen Personennahverkehr unter einen Hut bringen“, sagte der für Ordnung- und Verkehrsangelegenheiten zuständige Bürgermeister Winfried Lehmann (CDU) nach einer erfolgten Prüfung. Wenn in die Signaltechnik zugunsten von Passanten eingegriffen werde, würde dies den Verkehrsfluss von Kraftfahrzeugen und Straßenbahnen auf der Staatsstraße einschränken. „Es bleibt bei der jetzigen Schaltung“, so Lehmann.

Bei der jetzigen Lösung handle es sich um einen Kompromiss unter allen Verkehrsteilnehmern. Fußgänger müssten eine gewisse Wartezeit in Kauf nehmen. Wenn sie bei Grün die Meißner Straße betreten, haben sie genügend Zeit, die Fahrbahn zu überqueren, auch wenn die Ampel bereits wieder Rot anzeigt. „An den Landesbühnen haben wir eine vergleichbare Situation“, erklärte Lehmann.

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Für die Erklärung hatte CDU-Stadtrat Wolfgang Jacobi nur Spott übrig. „Das war eine umfassende Ausführung ohne Inhalt“, lästerte Jacobi. Er verwies auf eine andere Fußgängerampel an der Meißner Straße, und zwar die in Höhe des früheren AWD-Geländes, heute Arevipharma, in Radebeul-Ost. Dort springe die Ampel für Fahrzeuge sofort auf Rot, kaum dass ein Passant den Anforderungsknopf gedrückt habe. Zudem sei die Grünphase dort länger, meinte Jacobi. (SZ/per/sku)

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