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Keine neue Ampelschaltung wegen Corona

An der Meißner Straße sollten Fußgänger automatisch Grün bekommen, ohne einen Taster anfassen zu müssen, regte ein Einwohner aus Radebeul an.

Damit die Fußgängerampel auf Grün schaltet, müssen Passanten den Drücker berühren.
Damit die Fußgängerampel auf Grün schaltet, müssen Passanten den Drücker berühren. © Archiv/Sven Ellger

Radebeul. Bei den Fußgängerampeln entlang der Meißner Straße müssen Passanten erst auf einen Knopf beziehungsweise den Berührungssensor drücken, damit die Ampel für sie auf Grün und für Autos und Lkw auf Rot schaltet. Ein Einwohner wollte nun von der Stadtverwaltung wissen, ob die Drücker nicht deaktiviert werden könnten. Zudem sollten die Ampelanlagen so umprogrammiert werden, dass sie in regelmäßigen Abständen automatisch Fußgängern grünes Licht geben, ohne einen Schalter zu benutzen. Seine Befürchtung: Durch das Berühren des Tasters könnten Coronaviren durch Schmierinfektion übertragen werden. Mit dem Anliegen hat sich Thomas Berndt schriftlich an die Stadtverwaltung gewandt.

In seinem Antwortschreiben gibt Oberbürgermeister Bert Wendsche (parteilos) zu bedenken, dass bei einem derart starren Signallauf der Rot- und Grünphasen es zwangsläufig zu stärkeren Behinderungen des Verkehrsflusses komme. Insbesondere der Öffentliche Personennahverkehr mit Bussen und Straßenbahnen würde dabei besonders behindert. Denn der Verkehr müsste auch dann vor den Fußgängerampeln stoppen, wenn kein Passant die Straße überqueren möchte.

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"Bezüglich der Schmierinfektion, so unwahrscheinlich diese an Ampelanlagen auch ist, muss daher auf den Selbstschutz und die Eigenverantwortung aller verwiesen werden", heißt es im Schreiben des OB. Um den unmittelbaren Kontakt der Hand mit der Ampeltaste zu vermeiden, gibt die Stadtverwaltung zwei Empfehlungen. Man könnte den Taster mit dem Ellenbogen berühren oder ein Papiertaschentuch nutzen.

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