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Lügenmuseum nimmt verstaubten Kitsch an

Wer am 1. April dieses Jahres im Gasthof Serkowitz ausrangierte Kunst abgibt, bekommt freien Eintritt zum Weltenlügenball. Die Werke sollen Teil einer Galerie werden.

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An der Außengalerie des Lügenmuseums hängen seit vorigem Jahr die ersten Bilder.
An der Außengalerie des Lügenmuseums hängen seit vorigem Jahr die ersten Bilder. © Norbert Millauer

Radebeul. Als Künstler um Reinhard Zabka vor etwa vierzig Jahren Kitsch aus Müllcontainern sammelten, da wollten sie sich nur über sich selber lustig machen. "Wir fanden ein goldgerahmtes Bild mit Engelsreigen, genau wie es Verwandte im Schlafzimmer hängen hatten", berichtet der Direktor des Radebeuler Lügenmuseums. In Abstellkammern finden sich heute solche Kunstwerke aus Erbschaften oder Schenkungen, die von der Zeit entwertet wurden, deren Erinnerung verloren gegangen ist. Eigentlich zu schade zum Wegwerfen. Andererseits hängt sich so etwas heute keiner mehr auf, es sei denn als unbeirrter Liebhaber des Kitsches.

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