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Müll auf der Spitzhaustreppe: Muss das sein?

Immer wieder verschandeln weggeworfene Abfälle Radebeuls Sehenswürdigkeiten - ein großes Ärgernis. Eine Radebeulerin richtet ein Appell gegen Vandalismus.

So sollte sich die Spitzhaustreppe präsentieren: frei von Müll und Glasscherben, damit sich kein Besucher verletzt. Doch so sieht es nicht immer aus.
So sollte sich die Spitzhaustreppe präsentieren: frei von Müll und Glasscherben, damit sich kein Besucher verletzt. Doch so sieht es nicht immer aus. © Arvid Müller

Radebeul. Sie ist eine der touristischen Attraktionen von Radebeul und viele Einwohner erklimmen sie regelmäßig, um sich fit zu halten: die Spitzhaustreppe. Doch als Aushängeschild kann sie sich leider nicht immer sehen lassen, vor allem nicht nach einer lauen Sommernacht. „Schon lange beobachte ich morgens an und auf der Spitzhaustreppe sowie den umliegenden Weinbergen eine große Müllansammlung“, schreibt eine Radebeulerin der SZ-Redaktion, die nicht namentlich genannt werden möchte.

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Reste einer lauwarmen Sommernacht ...
Reste einer lauwarmen Sommernacht ... © privat
... Besucher der Spitzhaustreppe lassen ihren Müll einfach fallen ...
... Besucher der Spitzhaustreppe lassen ihren Müll einfach fallen ... © privat
... oder Vandalen kippen die Mülltonne über den Stufen aus. Es ist kein schöner Anblick.
... oder Vandalen kippen die Mülltonne über den Stufen aus. Es ist kein schöner Anblick. © privat

Was da immer wieder herumliegt, sind Verpackungsabfälle sowie leere Ein- und auch Mehrwegflaschen. „Meist sind Flaschen kaputt und es liegen Scherben auf der Treppe. Dies stellt eine große Verletzungsgefahr dar“, berichtet die Einwohnerin, die schon selbst mit anderen Besuchern Müll von den Stufen eingesammelt hat, um für Anwohner, Sportler und Gäste wieder ein ordentliches Bild zu schaffen. Die von der Stadt oberhalb der Treppe aufgestellte Mülltonne scheint offensichtlich nicht die Menschen dazu zu animieren, das Gelände ordentlich zu verlassen.

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Im Gegenteil: Jüngst muss die Tonne wohl ausgeschüttet worden sein. Auf der Treppe lag sehr viel Müll, wie Fotos dokumentieren. „Es reicht mit dem sinnlosen Vandalismus! Die Zerstörung unseres kulturellen Erbes und unserer Sehenswürdigkeiten kann so nicht weiter gehen!“, meint die Frau. Die Missachtung der Arbeit vieler Menschen, die beständig für Ordnung sorgen, und der unverzeihliche Umwelt-Frevel seien schon lange keine Kavaliersdelikte mehr. „Die Wesen, die dies veranstalten, werden wohl niemals ausfindig gemacht werden. Dennoch können wir alle darauf achten, dass Müll, Vandalismus oder Schmierereien nichts zu suchen haben, egal ob auf der Spitzhaustreppe, den Elbwiesen, in den Stadtkernen oder im Stadtpark“, appelliert die Radebeulerin.

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